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Ist El Niño daran schuld?
Hitze in Europa steht an

In Europa breitet sich aktuell eine Hitzewelle nordostwärts aus. Gleichzeitig hat sich über dem Ostpazifik das Wetterphänomen El Niño formiert. Gibt es einen Zusammenhang?

Diese Frage kann mit einem klaren Nein beantwortet werden. Der Beginn des Wetterphänomens El Niño ist nun zwar offiziell bestätigt, aber seine Auswirkungen beschränken sich im wesentlichen auf Regionen am und rund um den Pazifischen Ozean.

Schon gewusst?

Die Wetteranomalie El Niño kehrt alle zwei bis sieben Jahre mit unterschiedlichen Intensitäten wieder. Ersten Berechnungen zufolge dürfte das gerade beginnende El-Niño-Ereignis besonders stark ausfallen. 

Dies ist vor allem in Südamerika und Südostasien zu spüren. So ist dort in den kommenden Monaten vermehrt mit Überschwemmungen, Hitzewellen und Dürren zu rechnen. Aber auch in Kalifornien und Teilen Mexikos kann das Wetter wegen El Niño buchstäblich verrückt spielen.

Bei einem El Niño-Ereignis steigen die Meerestemperaturen im äquatornahen Pazifik an und verändern die maßgeblichen Wettermuster.
Bei einem El-Niño-Ereignis steigen die Meerestemperaturen im äquatornahen Pazifik an, zu erkennen an den roten Farben. Das verändert die großräumigen Wettermuster.

Dagegen hat die derzeit von Südwesteuropa ausgehende Hitzewelle bei uns nichts mit El Niño zu tun. Vielmehr hat sich über Spanien eine sommerliche "Hitzeglocke" aufgebaut, die sich nun langsam nach Mitteleuropa ausdehnt.

Dabei kann sich die Hitze in Spanien und Frankreich zum Wochenende hin sogar noch steigern: Dort sind dann Höchstwerte um oder sogar über 40 Grad zu befürchten.

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