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Heftige Überflutungen auf Mallorca - Örtlich fielen mehr als 150 Liter Regen

18:25
8. Oktober 2022

Unwetter auf den Balearen
Mallorca: Überflutete Straßen und Häuser

Starke Gewitter haben auf den Balearen massive Überflutungen ausgelöst. Mehrere Personen mussten aus ihren Autos befreit werden. Auf der Insel Menorca wurde zudem ein neuer Regenrekord aufgestellt.

Regenfluten haben die Einsatzkräfte auf Mallorca und Menorca in Atem gehalten. In der Nacht zum Freitag und am Freitag zogen kräftige Gewitter über die Mittelmeerinseln hinweg. In der Folge verwandelten sich Bäche in reißende Ströme. In Manacor, der zweitgrößten Stadt auf Mallorca, sowie in Montuiri standen etliche Straßen unter Wasser.

Einige Gebäude waren kniehoch überschwemmt. Vier Familien mussten gerettet werden. Überdies befreite die Feuerwehr mehrere Menschen aus ihren Fahrzeugen. Aufgrund von Überschwemmungen wurden zeitweise Straßen gesperrt.

Auf Menorca richteten die Unwetter ebenfalls Schäden an. Dort fiel in Sant Lluís, Ciutadella und Cala en Porter zudem der Strom aus.

Über 150 Liter Regen gefallen

Punktuell kamen extreme Regenmengen zusammen. Auf dem Flughafen von Menorca in Mahon wurde die höchste tägliche Niederschlagsmenge seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1965 gemessen. In nur zwölf Stunden fielen mehr als 150 Liter pro Quadratmeter.

Der bisherige Rekord an der Hauptstation auf Menorca stammt vom 21. Dezember 1979 mit 121,3 Liter. Ähnlich hohe Niederschlagsmengen wurden im Osten von Mallorca verzeichnet. So meldete das Städtchen Artà binnen 24 Stunden 156 Liter. In Manacor waren es 134 Liter, dort fielen allein in einer Stunde 90 Liter.

Kräftige Niederschläge gab es ebenfalls an der Ostküste Spaniens zwischen Valencia uns Barcelona. Vor der Küste von Benidorm bildeten sich sogar zwei Wasserhosen, wie diese Aufnahme zeigt. Sie wirbelten jedoch weit vom Ufer entfernt und blieben daher ungefährlich.

Warmes Mittelmeer mit Folgen

Für die intensiven Regenfälle ist auch das ungewöhnlich warme Mittelmeer verantwortlich, dessen Wassertemperatur derzeit drei bis fünf Grad höher liegt als sonst zu dieser Jahreszeit.

Dies führt dazu, dass mehr Wasser verdunsten kann. Je höher der Wasserdampfgehalt der Luft ist, desto mehr Energie steht möglichen Schauern und Gewittern zur Verfügung. Wenn dann Kaltluft aus Norden auf das warme Meer trifft, entsteht eine "explosive" Mischung.

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