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Gültig oder nicht? Verschneite Verkehrsschilder

14:27
1. Dezember 2023

Winterwissen
Gelten verschneite Verkehrsschilder?

Schneebedecktes Stoppschild

Vor allem in Süd- und Ostdeutschland ist derzeit höchste Vorsicht auf den Straßen geboten. Neben Glätte und schlechten Sichtverhältnissen können auch schneebedeckte Verkehrsschilder ein Problem darstellen. Was ist zu tun, wenn Stoppschild und Co. unter der weißen Pracht verschwinden?

Starker Schneefall sorgt in einigen Landesteilen auch heute wieder für winterliche Straßenverhältnisse. Wie in unserem WetterRadar zu erkennen ist, fallen in Bayern, im südlichen Thüringen und in Teilen des Erzgebirges bis Samstagabend wieder reichlich Flocken vom Himmel:

Dabei kann es durchaus passieren, dass nicht nur Straßen, sondern auch Verkehrsschilder von einer Schneeschicht bedeckt werden. Doch gelten Geschwindigkeitsbegrenzungen, Vorfahrtsregelungen oder Parkverbote eigentlich auch, wenn die entsprechenden Schilder nicht zu erkennen sind?

Verschneite Verkehrsschilder: Die wichtigsten Regeln

  • Sind Straßenschilder aufgrund ihrer Form eindeutig erkennbar, muss man sich daran halten. Das gilt zum Beispiel für das achteckige Stoppschild, das umgedrehte, dreieckige "Vorfahrt-achten-Schild" oder das Andreas-Kreuz.

  • Hat das Schild eine runde oder dreieckige Form, kann es mehrere Bedeutungen haben. Diese können von nicht ortskundigen Autofahrern unter dem Schnee nicht erahnt werden. In diesem Fall ist es nicht strafbar, wenn das Schild nicht beachtet wird.

  • Bei einem nicht erkennbaren Parkverbotsschild wird erwartet, dieses vom Schnee zu befreien, um sicherzugehen, dass das Parken an der betreffenden Stelle erlaubt ist.

  • Wichtig: Bei ortskundigen Fahrern geht das Gesetz davon aus, dass sie die Straßenschilder kennen. Auch wenn die Schilder schneebedeckt sind, dürfen diese nicht ignoriert werden.

Geschwindigkeitsbegrenzungen

Verschneites Tempo-30-Schild

Wer bei Schnee zu schnell unterwegs war und erwischt wird, muss natürlich beweisen können, dass das Verkehrsschild nicht zu erkennen war. Das ist im Nachhinein schwierig und im Zweifel nur mit einem Gutachten möglich. Wer vor Ort angehalten wird und sofort auf die Situation hinweist, hat bessere Chancen, ungestraft davonzukommen.

Natürlich gelten auch bei Schnee die üblichen Höchstgeschwindigkeiten, wie zum Beispiel Tempo 50 innerhalb geschlossener Ortschaften. Generell sollte die Geschwindigkeit jedoch immer den aktuellen Straßenverhältnissen angepasst werden.

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