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Gewitter richten im Norden Schäden an - Blitzeinschläge und umgestürzte Bäume

07:33
5. August 2022

Viele Feuerwehreinsätze
Gewitter richten im Norden Schäden an

Baum liegt nach Gewitter auf der StraßeIn Oststeinbek östlich von Hamburg begutachten Feuerwehrleute einen durch ein Gewitter abgeknickten und auf die Straße gefallenen Baum. - © dpa

Umgestürzte Bäume, Blitzschläge und abgedeckte Dächer: Im Norden des Landes haben kräftige Sommergewitter einige Schäden angerichtet. Nach einem Blitzschlag war ein Mehrfamilienhaus unbewohnbar. Im Bahnverkehr kam es zu erheblichen Einschränkungen.

Nach Spitzenwerten bis 37 Grad sind am Donnerstagabend teils schwere Gewitter über den Norden gezogen. Im Hamburger Stadtteil Heimfeld schlug ein Blitz in den Dachfirst eines Mehrfamilienhauses ein. Die Feuerwehr war mehrere Stunden im Einsatz, um den daraus entstandenen Brand zu bekämpfen. Nach jetzigem Stand ist das Gebäude nicht mehr bewohnbar. Verletzt wurde niemand.

Einen weiteren Blitzeinschlag gab es in Ellerbek (Kreis Pinneberg), der einen Kellerbrand verursachte. Ein Restaurant in einem angrenzenden Gebäude wurde vorsichtshalber evakuiert. Auch hier kamen keine Menschen zu Schaden.

Blitzeinschlag in Hamburg Heimfeld, Dachstuhl brenntIn Hamburg-Heimfeld fängt der Dachstuhl eines Mehrfamilienhaus nach einem Blitzeinschlag Feuer.

Im Bezirk Harburg standen zahlreiche Keller unter Wasser. In Rönneburg musste die Feuerwehr zu mehreren Einsatzstellen ausrücken, weil sich das Wasser seinen Weg hinaus aus der Kanalisation in die Untergeschosse von Häusern gesucht hatte. Im Süden Schleswig-Holsteins hatten die Einsatzkräfte ebenfalls viel zu tun. Schwere Sturmböen rissen einzelne Bäume um und deckten auch Dächer ab.

Bahnverkehr gestört

Wegen Unwetterschäden auf einer Bahnstrecke bei Buchholz in der Nordheide (Landkreises Harburg) war der Zugverkehr von Bremen und von Hannover nach Hamburg mehrere Stunden beeinträchtigt.

Schäden nach kräftigen Gewittern

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Die S-Bahn-Strecke zwischen Bergedorf und Wohltorf wurde ebenfalls vorübergehend gesperrt, nachdem dort ein Baum auf die Gleise gefallen war. Auch eine Regionalbahn von Lübeck nach Lüneburg fiel wegen eines umgestürzten Baumes aus.

In Niedersachsen war die Region um Bremen , Achim, Verden und Osterholz schwer betroffen. Dort war laut Polizei das Telefon der Leitstelle zeitweise überlastet. Umgestürzte Bäume und Äste blockierten einzelne Straßenabschnitte. Im Bremer Westen stürzten Bäume auf Autos, auch ein Gebäude in Ohlenhof wurde getroffen.

Weitere kräftige Gewitter

Tief IMKE bringt uns am Freitag weitere Gewitter , die örtlich unwetterartig ausfallen. Am Morgen gibt es in einem breiten Streifen vom Saarland und Rheinland-Pfalz über Hessen und Südniedersachen bis zur Ostseeküste kräftige Regengüsse. Sie hinterlassen teilweise Niederschlagsmengen um 20 Liter pro Quadratmeter. Zudem können sie mit stürmischen Böen und kleinem Hagel einhergehen.

Am Freitag entladen sich in einigen Regionen kräftige Gewitter, örtlich besteht Unwettergefahr.Am Freitag entladen sich in einigen Regionen kräftige Gewitter, örtlich besteht Unwettergefahr.

Am Nachmittag kommt die Kaltfront des Tiefs langsam südostwärts voran. Sie verdrängt die heiße Luft in der Südosthälfte des Landes mit teils heftigen Gewittern. Dabei besteht Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen bis Tempo 100. Am Wochenende beruhigt sich das Wetter deutlich.

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(WO/dpa)

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