Schon gemerkt? Über unseren Köpfen tut sich was: In den vergangenen Tagen sind bereits vermehrt Kraniche unterwegs gewesen, die nordostwärts in ihre Brutgebiete ziehen. Ein milder Witterungsabschnitt hat für die Vögel ein passendes Zugfenster eröffnet.
Klingt früh? Ist es aber nicht!
Vor allem entlang der westlichen Zugroute beginnen Kraniche ihren Frühjahrszug häufig schon im Spätwinter. Die Tiere reagieren flexibel auf günstige Wetterbedingungen. Über Osteuropa ziehen sie meist erst später Richtung Norden.
Mild war es allerdings nicht überall: Aufgrund von Schnee und Eis im Nordosten Deutschlands haben viele Kraniche ihre Reise beispielsweise in Niedersachsen unterbrochen. Auch pendelten die Vögel wegen des wechselhaften Wetters der letzten Wochen mal nach Norden und mal nach Süden.
Frost ist weiterhin ein Thema
Angenehmer wird es für die Vögel in den nächsten Tagen erst mal nicht. Am morgigen Sonntag liegen die Temperaturen landesweit unter dem Gefrierpunkt. Ein Blick aufs Trenddiagramm zeigt, wie lange die winterliche Phase anhält:
Eine kurze Frostperiode ist für Kraniche meist unproblematisch. Kritisch wird es bei längerem, großräumigem Frost, wenn Schlafgewässer zufrieren und zugleich Nahrung durch gefrorene oder schneebedeckte Böden schwer erreichbar ist.