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Brocken-Wetterstation wird automatisiert

Damit ist bald Schluss: Ein Wetterdiensttechniker arbeitet an der völlig vereisten Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf dem Brocken im Harz. Bild: dpa
Die Wetterbeobachter auf dem Brocken stellen zum Jahreswechsel ihre Arbeit ein. Auf dem 1141 Meter hohen Harzgipfel übernimmt dann automatische Messtechnik. Auf diversen deutschen Gipfeln hat die Technik schon Wetterbeobachter ersetzt: 2014 auf dem Feldberg im Schwarzwald, im Juni 2018 auf der Zugspitze und zum Jahresbeginn 2019 auf dem Fichtelberg.
"Die Aufgaben des nationalen Wetterdienstes wachsen weiter, die vorhandenen Personalressourcen aber nicht", hieß es von Seiten des DWD. Schritt für Schritt werde das Messnetz automatisiert, gut 160 von 182 hauptamtlichen DWD-Stationen liefen schon vollautomatisch.
Ein Blick auf das Brockenplateau von oben. Der Turm auf der rechten Seite beheimatet die Wetterstation auf Norddeutschlands höchstem Berg.
Auf dem Brocken hat es seit dem Jahr 1836 Wetterbeobachter gegeben, die unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Niederschlag gemessen haben. Nach und nach ist mehr Technik zum Einsatz gekommen. Die Daten gehören bis heute zu den Grundlagen für Wettervorhersagen, neben Erkenntnissen von Wettersatelliten, Wetterradar und Wetterballonaufstiegen.
Die Automatisierung wird nicht unkritisch gesehen, da unbemannte Stationen besondere Wetterphänomene nicht erfassen können. Vor allem auf Berggipfeln wie auf dem Brocken im Harz ergeben sich weitere Nachteile. Lesen Sie zur Problematik der Automatisierung von Wetterstationen einen Kommentar von unserem Kollegen Jürgen Vollmer:
(WO/dpa)
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