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Alpen: Wettlauf gegen die Zeit

Feuerwehrleute räumen den Schnee vom Dach eines Hauses in Inzell in Oberbayern. Bild: dpa
In den Alpen hat ein Wettlauf gegen die Zeit begonnen. Hunderte Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Bundeswehr sowie Anwohner sind pausenlos damit beschäftigt die Dächer von den Schneemassen zu befreien, bevor am Abend neue kräftige Schnee- und Regenfälle einsetzen.
Bis Dienstag sind in den Nordalpen verbreitet 50 bis 100 Liter, von den Schweizer Alpen bis zum Allgäu sogar bis 150 Liter Niederschlag pro Quadratmeter möglich, was in höheren Lagen über einem Meter Neuschnee entspricht.
Bis Dienstag fällt von der Schweiz über Vorarlberg bis zum Allgäu vielfach ein Meter Neuschnee. Oberhalb von 1500 Meter Höhe sind stellenweise sogar über anderthalb Meter möglich. Die aktuellen Schneehöhen liegen dort bereits bei ein bis drei Meter.
Dies bedeutet ein zusätzliches Gewicht für die Dächer von 50 bis 150 Kilogramm pro Quadratmeter. Da bereits jetzt erste Dächer unter der Tonnenlast zusammenbrechen, steigt die Einsturzgefahr durch die neuerlichen Niederschläge deutlich. Mehr als 1000 Helfer waren allein in den südlichen Landkreisen von Oberbayern am Freitag im Einsatz, um Dächer vom Schnee zu befreien.
Da es sich bei den neuen Niederschlägen anfangs in den Tälern um nassen Schnee oder Regen handelt, wird der Schnee kompakter und schwerer. Wenn der nasse Schnee auf den Dächern dann Anfang der Woche gefriert, wird die Räumung noch deutlich schwieriger. Hinzu kommt in höheren Lagen Sturm, der zu starken Verwehungen führen wird.
Die Arbeiten werden zusätzlich durch sehr hohe Lawinengefahr, unter der Schneelast umstürzende Bäume und durch von den Schneebergen eingeengte Zufahrtswege erschwert.
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