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Regional Unwetter mit Überflutungen - Tornadoverdacht im Norden

18:50
24. Juni 2022

Tornadoverdacht im Norden
Regional Unwetter mit Überflutungen

Erneut haben sich teils schwere Gewitter entladen. Vor allem in Südbayern, aber auch in einigen Regionen Norddeutschlands verursachten die Unwetter Schäden. Einen Tornadoverdacht gibt es in Rendsburg am Nord-Ostsee-Kanal.

Starke Gewitter haben am Freitag in manchen Regionen Deutschlands Schäden hinterlassen. Im Süden entwickelten sich die Gewittergüsse in feuchtwarmer Mittelmeerluft und fielen vor allem in Bayern teilweise heftig aus.

Örtlich kamen Mengen um 20 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit vom Himmel. Im Landkreis Rosenheim wurden einige Keller überflutet. Auch Hagel und lokale Sturmböen machten den betroffenen Regionen zu schaffen. Einige Straßen wurden von umgestürzten Bäumen blockiert.

suedDas WetterRadar zeigt die Regionen in Südbayern, in denen sich die Gewitter am Nachmittag entladen haben.

Im Norden des Landes sind am Freitagnachmittag ebenfalls schwere Gewitter unterwegs gewesen. Diese waren sogar noch deutlich energiereicher als im Süden, was sich in einer höheren Blitzrate und kleinräumig besonders großen Regensummen von teils über 20 Liter pro Quadratmeter binnen kürzester Zeit äußerte. Auch dort gab es örtlich Überschwemmungen und Sturmschäden.

Hier hatten sich die Gewitter an der Grenze zu trockenheißer Luft über dem Nordosten des Landes gebildet und zu einer schmalen Kette zusammengeschlossen. Diese traf auch den Großraum Hamburg und zog dann weiter ins westliche Schleswig-Holstein.

In Rendsburg am Nord-Ostsee-Kanal wütete nach unbestätigten Berichten ein Tornado. Dabei lösten sich nach Angaben der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Dachziegel von einer Eisdiele im Hafen. Fünf Menschen wurden von den herabfallenden Ziegeln verletzt, konnten noch vor Ort vom Rettungsdienst versorgt werden.

nordDas WetterRadar-Bild von Norddeutschland sieht man gut die Gewitterkette über Schleswig-Holstein mit Kurs Richtung Dänemark.

In Flensburg fiel ein Baum auf einen Wohnwagen, verletzt wurde dort aber niemand. Abgerissene Äste blockierten einige Straßenabschnitte.

Ganz im Westen bildeten sich am Nachmittag einzelne Schauer und Gewitter, doch blieben diese vergleichsweise moderat und hatten von lokalem Starkregen abgesehen nur geringes Unwetterpotenzial.

Am Samstag legen Blitz und Donner in den meisten Landesteilen eine Pause ein. Dafür bilden sich dann jedoch im bisher verschont gebliebenen Nordosten einzelne kräftige Gewittergüsse mit Unwetterpotenzial.

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