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Schwere Überflutungen in Japan - Landstriche verwüstet

15:45
5. August 2022

Landstriche verwüstet
Schwere Überflutungen in Japan

Massive Schäden durch Fluten in JapanHeftige Überschwemmungen hinterlassen vor allem im Norden Japans ein Chaos. - © dpa

Land unter in Teilen Japans - starke Regenfälle haben zu Überschwemmungen geführt. Hunderttausende Menschen waren aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Die Lage kann sich am Wochenende verschärfen.

Heftige Regenfälle haben besonders im Nordosten Japans massive Überflutungen und Erdrutsche ausgelöst. Mehrere Menschen gelten als vermisst. Wegen Hochwassergefahr wurden Hunderttausende Menschen aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Besonders stark betroffen sind die Präfekturen Yamagata, Niigata und Fukui.

In Yamagata trat der Fluss Mogami an mehreren Stellen über die Ufer. Straßen, Autos und Häuser standen unter Wasser, stellenweise gingen Erdrutsche nieder. Die Wassermassen führten außerdem zum Einsturz mehrerer Brücken. Der Ort Oguni rund 300 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Tokio entfernt, war von der Außenwelt abgeschnitten.

In einigen Orten des Landes wurde die Trinkwasser- und Stromversorgung unterbrochen. Schlammiges Wasser überschwemmte ganze Straßen und drang in Wohnhäuser ein. Auch der regionale Bahnverkehr wurde durch die Fluten beeinträchtigt.

Unwettergefahr bleibt hoch

Seit Dienstag kamen in einigen Regionen bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen. Bis Sonntag gibt es weitere Regenfälle und Gewitter, wie im WetterRadar-Film zu sehen ist. Örtlich können sie wieder kräftig ausfallen, regional sind Niederschlagsmengen von über 50 Liter pro Quadratmeter möglich.

Da die Böden schon gesättigt sind, können sie kein zusätzliches Regenwasser aufnehmen. Es fließt weitestgehend oberflächlich ab, sodass sich die Hochwasserlage verschärft.

Das Risiko von Starkregen wird laut Wissenschaftlern durch die Erderwärmung erhöht, da eine erwärmte Atmosphäre deutlich mehr Wasser aufnehmen kann. 2021 hatte intensiver Regen im Urlaubsort Atami in Zentraljapan einen Erdrutsch ausgelöst, bei dem 27 Menschen ums Leben kamen. 2018 starben nach Hochwasser und Erdrutschen im Westen Japans während der Regensaison mehr als 200 Menschen.

Auch in Teilen der USA gab es schwere Überschwemmungen:

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