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Dürre und zahlreiche Brände in Südeuropa

18:51
5. Juli 2022

Feuer auch bei uns
Dürre und zahlreiche Brände in Südeuropa

Der Petersdom ist durch den Rauch eines Feuers, das in einem Park im italienischen Rom ausgebrochen ist, zu sehen. Der Petersdom in Rom ist durch den Rauch eines Feuers, das in einem Park ausgebrochen ist, zu sehen. - © dpa

Trockenheit in Portugal, leere Stauseen in Spanien und Dürre-Notstand in Italien: In einigen Regionen in Südeuropa kämpfen Feuerwehren mit Flammen. Auch in Brandenburg ist schon wieder ein neuer Waldbrand ausgebrochen.

Für Südeuropa zeichnet sich ein harter Sommer ab. In Spanien herrscht bereits jetzt Wassermangel, weil die Trockenheit die Pegel vieler Stauseen sinken lässt. In Portugal ist von der schlimmsten Dürre seit 20 Jahren die Rede. Italiens Regierung hat für fünf Regionen des Landes den Dürre-Notstand verhängt. In Griechenland zählte die Feuerwehr binnen einer Woche Hunderte Waldbrände.

Auch in Italien brechen aufgrund von Trockenheit und starkem Wind immer wieder Brände aus. Vielerorts gilt die höchste Gefahrenstufe. Erst am Montag brannte es in einem Park in Rom, nur wenige Kilometer vom Vatikan entfernt. Im Zentrum der Stadt regnete es zum Teil Asche vom Himmel und eine hohe Rauchsäule war zu sehen.

In Italien gilt seit Montag und bis zum 31. Dezember der Dürre-Notstand in der Lombardei, dem Piemont, der Emilia-Romagna, Venetien sowie Friaul-Julisch Venetien. Große Seen wie der Gardasee haben deutlich weniger Wasser als normalerweise zu dieser Jahreszeit.

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Der Wasserstand im Fluss Po - der längste Strom Italiens - ging so weit zurück, dass an der Meermündung Salzwasser kilometerweit in das Flussbett drang. Der Pegel ist an manchen Stellen so niedrig wie seit 70 Jahren nicht mehr.

Trockenheit in Spanien und Portugal

Die Stauseen in Spanien sind derzeit noch durchschnittlich zu 46 Prozent gefüllt. Dies ist der niedrigste Stand seit Beginn der Erfassung vor 17 Jahren. Man geht davon aus, dass das Niveau bis September weiter sinkt.

Regional sind die Unterschiede jedoch groß. Am schlimmsten betroffen sind Regionen im Zentrum und im Südwesten des Landes. Andernorts liegen die Pegelstände sogar noch über dem langjährigen Schnitt.

Das Bild zeigt den beinah ausgetrockneten Fluss Guadiana im Gebiet von Ajuda in Portugal. Das Bild zeigt den beinah ausgetrockneten Fluss Guadiana im Gebiet von Ajuda in Portugal. - © dpa

In Portugal spricht man unterdessen von der schlimmsten Dürre der vergangenen 20 Jahre. Nach dem heißesten Mai seit 1931 leidet nach jüngsten Angaben des portugiesischen Instituts für Meer und Atmosphäre (IPMA) derzeit über 97 Prozent des Landes unter schwerer Trockenheit.

Waldbrände in Griechenland

Löschhubschrauber sind in Griechenland im Einsatz.Löschhubschrauber sind in Griechenland im Einsatz. - © dpa

In Griechenland herrscht glücklicherweise derzeit keine Wasserknappheit, aber die Zahl der Waldbrände nimmt zu. Die Flammen loderten unter anderem im Norden der Halbinsel Peloponnes. Mehrere Ortschaften wurden vorsorglich evakuiert.

So kämpften in der Nacht zum Dienstag Hunderte Feuerwehrleute und Freiwillige an drei großen Feuerfronten, unter anderem auf der Halbinsel Peloponnes und in Mittelgriechenland. Die Brandgefahr ist wegen der anhaltenden Trockenheit weiterhin hoch.

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Allein in den vergangenen sieben Tagen zählte die griechische Feuerwehr über 300 Waldbrände. Aktuell meldet sie rund 100 Brandfälle pro Tag. Zwar wird nicht jedes dieser Feuer zu einem Großbrand, aber die Alarmbereitschaft ist hoch. Auch in Kroatien und Albanien gab es Waldbrände.

Waldbrände im Osten Deutschlands

Im Osten Deutschland brachen in den vergangenen Wochen ebenfalls immer wieder Feuer aus. Derzeit brennt es in der Lieberoser Heide im Südosten Brandenburgs. Es breitete sich von Dienstagmorgen von 13 Hektar auf etwa 50 Hektar am Dienstagabend aus. Über 250 Feuerwehrleute sind im Einsatz und weitere wurden angefordert.

Der Waldbrand in der brandenburgischen Lieberoser Heide ist aktuell unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht. Der Waldbrand in der brandenburgischen Lieberoser Heide ist aktuell unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht. - © dpa

Derzeit gilt im betroffenen Kreis Dahme-Spreewald die Waldbrand-Warnstufe 4 - die zweithöchste. Unterstützender und Brandgefahr lindernder Regen erreicht das Gebiet voraussichtlich erst am Donnerstag.

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(WO/dpa)

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