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Mehrere Waldbrände in Ostdeutschland

07:15
25. Juni 2022

Orte kurzzeitig evakuiert
Mehrere Waldbrände in Ostdeutschland

Waldbrand Brandenburg-SachsenIn der Gohrischheide in Sachsen an der Landesgrenze zu Brandenburg bekämpft die Feuerwehr einen größeren Waldbrand. - © dpa

Hunderte Feuerwehrleute haben am Freitag gegen einen großen Waldbrand an der Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen gekämpft. Zwei Orte mussten vorübergehend evakuiert werden. Die Löscharbeiten wurden durch Munition im Boden erschwert.

An der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg ist ein größerer Waldbrand ausgebrochen. Den Einsatzkräften gelang es inzwischen, die Flammen unter Kontrolle zu bekommen. In der Stadt Bad Liebenwerda waren die Ortsteile Kröbeln und Kosilenzien zuvor gefährdet gewesen und deshalb vorübergehend evakuiert worden. Rund 800 Hektar standen in Flammen.

Die gewaltigen Rauchwolken sind auch rund 40 Kilometer nordöstlich des Brandherds zu sehen:

Am Samstag werden die Löscharbeiten fortgesetzt. Das Feuer war am Donnerstag im Norden des Landkreises Meißen in Sachsen ausgebrochen. Zwischenzeitlich schien der Brand unter Kontrolle, der Wind hatte ihn jedoch wieder angefacht und vergrößert.

Erschwert wurden die Löscharbeiten in der Gohrischheide, weil es sich teils um munitionsbelastetes Gebiet handelt und die Flächen nicht betreten werden können. Die Heide war ehemals ein Truppenübungsplatz. Die Einsatzkräfte berichteten von kleineren Explosionen.

Brand in munitionsbelasteten Gebiet bei Schwerin

Gefährlich war auch ein Waldbrand nahe der Gemeinde Rastow südlich von Schwerin. Dieses Gebiet ist ebenfalls munitionsbelastet. Dort brannte es auf 5000 Quadratmetern in einem Kiefernwald.

Zwischenzeitlich waren 50 Feuerwehrmänner im Einsatz. Zwar hat sich das Feuer nicht weiter ausgebreitet, es gibt aber noch Glutnester. Diese sind wegen der Munition nicht zu erreichen. Sogenannte Kreisregner, eine Art Rasensprenger, werden derzeit eingesetzt, um den Bereich zu wässern.

Böschungsbrand auf Bahnstrecke in Berlin

Ein Böschungsbrand zwischen Teltow und dem Berliner Bahnhof Südkreuz führte zu Behinderungen im Zugverkehr. Dabei fielen Züge aus, andere wurden umgeleitet. Angesichts der hohen Waldbrandgefahrenstufe rings um Berlin kann es auch in den nächsten Tagen zu weiteren Störungen kommen, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Am Donnerstag war etwa die Bahnstrecke zwischen Beelitz-Heilstätten und Michendorf wegen eines Feuerwehreinsatzes gesperrt.

Erst am vergangenen Wochenende hatten zwei Waldbrände in Treuenbrietzen und Beelitz südlich von Berlin für große Gefahr gesorgt. Hunderte Feuerwehrleute, unterstützt von Soldaten der Bundeswehr, waren im Einsatz. Jeweils etwa 200 Hektar standen in Flammen. Feuerwehrleute beobachten dort weiterhin die Entwicklung.

Verhalten bei Waldbrandgefahr

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(WO/dpa)

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