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Klimawandel lässt Hochdruckgebiet wachsen

18:18
6. Juli 2022

Klimawandel als Auslöser
Studie: Azorenhoch wird größer

Azorenhoch hat seinen Ursprung bei den portugiesischen Inseln auf dem Atlantik.Das Zentrum eines Azorenhochs liegt unweit der Inselgruppe der Azoren und prägt je nach Lage sowie Größe das Wetter in West- und Mitteleuropa.

Mit fortschreitendem Klimawandel wird auch ein bestimmtes Hochdruckgebiet immer größer. Genau dieses Hoch hat erheblichen Einfluss auf unser Wetter in Deutschland.

In unseren Wetterberichten ist immer mal die Rede vom sogenannten Azorenhoch. Dieses wird laut einer neuen Studie immer größer. Wie Forschende der Woods Hole Oceanographic Institution aus den USA berichten, hat sich das Azorenhoch im letzten Jahrhundert dramatisch verändert. Als Grund liefern sie den menschengemachten Klimawandel.

Wissenswertes über das AzorenhochMehr erfahren

Ihren Ergebnissen nach vergrößert sich die durchschnittliche Fläche des Hochdrucksystems seit etwa 1850, dem Beginn der Industrialisierung. In den vergangenen rund 100 Jahren trat die Vergrößerung immer häufiger auf. Im letzten Vierteljahrhundert gab es sogar fast dreimal so viele Winter mit vergrößertem Azorenhoch wie durchschnittlich in den 25-Jahres-Perioden davor.

Die Analysen zeigen, dass die Flächenzunahme des Azorenhochs über natürliche Klimaschwankungen hinausgeht.

Unsere Resultate belegen, dass diese Ausdehnung von externen Klimafaktoren getrieben wird und dass der einzige Faktor, der dieses Verhalten produzieren kann, der Anstieg der atmosphärischen Treibhausgas-Konzentrationen ist“, schreiben die Forschenden.

Folgen für unser Wetter

Das Azorenhoch bringt besonders den westeuropäischen Ländern im Sommer lange trockene und teilweise auch heiße Wetterphasen. Auch im Winter blockiert es Schnee und Regen. Die Beobachtungen belegen, dass anomal große Azorenhochs in der kalten Jahreszeit im Schnitt 33 Prozent weniger Regen an die Westküste der Iberischen Halbinsel bringen.

Als Folge leiden Spanien und Portugal unter verstärkter Trockenheit, wie es auch aktuell der Fall ist. Ist das Azorenhoch stark ausgeprägt und reicht weit nach Nordosten, blockiert es den Tiefdruckgebieten auch den Weg nach Mitteleuropa und damit zu uns.

Hier geht es zur Zusammenfassung Studie: "Twentieth-century Azores High expansion unprecedented in the past 1,200 years"

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