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Wetterrückblick

Freitag, 28.12.2018

Jahresrückblick 2018

Wärmstes Jahr seit Messbeginn

Das Jahr 2018 ist in Deutschland das sonnigste und wärmste seit Aufzeichnungsbeginn gewesen. Zudem blieben zehn Monate in Folge teils extrem trocken, sodass das Jahr auch zu den trockensten seit Messbeginn gehört.

Das Sommerhalbjahr kam mit einem schier endlosen Reigen von sonnigen und warmen Tagen daher. Bild: Joachim Pe via WetterMelder

Nach einem sehr milden und nassen Start im Januar entwickelte sich das Jahr 2018 in Deutschland zu einem der außergewöhnlichsten Wetterjahre der Klimageschichte. Von Februar bis November blieb es zehn Monate in Folge erheblich trockener als im Mittel der Jahre, was in einigen Regionen eine extreme Dürre zur Folge hatte. Zudem gab es verbreitet neue Rekorde bei der Zahl der Sonnenstunden und der Sommertage, also Tage, an denen die Höchstwerte mindestens 25 Grad erreichen. Vor allem deshalb war das Jahr 2018 das wärmste seit Messbeginn.

Mit durchschnittlich 10,4 Grad war das Jahr 2018 das wärmste Jahr seit Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.

Trotz der Rekordzahl an Sommertagen hielt sich die Zahl besonders heißer Tage in Grenzen und blieb auch leicht hinter den Temperaturspitzen früherer Jahre zurück. Dennoch erwärmte die schier endlose Folge an makellosen Sommertagen nicht nur die meisten Binnenseen, sondern auch die Küsten von Nord- und Ostsee auf fast schon mediterranes Niveau. Heißester Ort war die Stadt Bernburg an der Saale, wo am 31. Juli 39,5 Grad gemessen wurden. Der kälteste Morgen wurde am 28. Februar mit minus 22,1 Grad in Reit im Winkl registriert.

Beim Niederschlag stellte das Jahr in einigen Regionen neue Negativrekorde auf. Nur aufgrund der ausgesprochen nassen Monate Januar und Dezember kamen flächendeckend keine neuen Dürrerekorde zustande. So brachten die Niederschläge dieser beiden Monate so viel Regen, dass letztlich noch rund 75 Prozent des Jahresmittels erreicht wurden. Dahinter verbergen sich allerdings Regionen mit kaum der Hälfte des Klimamittels. Nur punktuell brachten Unwetter auch ein Niederschlagsplus. Talsperren und Flüsse litten wochenlang unter extremem Niedrigwasser.

Mit nur 590 Liter Regen pro Quadratmeter gehört das Jahr zu den trockensten seit Messbeginn und war sogar noch niederschlagsärmer als das Dürrejahr 2003.

Mit durchschnittlich 2020 Sonnenstunden war das Jahr das sonnigste seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen im Jahre 1951. Das größte Sonnenscheinplus gab es in Teilen Brandenburgs, am seltensten zeigte sich die Sonne im Sauerland. Aber auch in Teilen des Südens fiel der Überschuss beim Sonnenschein etwas moderater aus als in den meisten anderen Regionen. Dort dominierten vor allem im Frühsommer öfter die Wolken von kleinräumigen Gewittertiefs, während in den anderen Landesteilen meist strahlender Sonnenschein überwog.

Mit 2020 Sonnenstunden stellte 2018 auch das bisher sonnigste Jahr 2003 noch in den Schatten.

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