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Wetterrückblick

Montag, 31.07.2017

Rückblick Juli 2017

Nassester Juli seit 24 Jahren

Der Unwetter-Juli 2017 ist der regenreichste seit 1993 gewesen. Schwere Überflutungen gab es vor allem durch Regentief ALFRED. Bei Sonne und Temperatur gab es regional große Unterschiede.

Wasser fließt durch die Straßen von Bad Salzdetfurth: Unwetterartige Regenfälle haben im Juli im Süden Niedersachsens zu schweren Überflutungen mit Deichbrüchen geführt. Bild: Sjoeman

Der Regen war das alles bestimmende Thema im Juli: Vor allem zu Beginn und im letzten Drittel des Monats schüttete es in der Nordhälfte wie aus Eimern. Regional gab es neue Regenrekorde. Tief ALFRED brachte um den 25. Juli im Harz bis zu 302 Liter pro Quadratmeter in 72 Stunden. Schwere Überflutungen rund um den Harz und ein Rekordhochwasser an der Innerste in Südniedersachsen waren die Folge. Auch Berlin stand wiederholt unter Wasser. Landwirte konnten an vielen Orten die Getreideernte nicht einholen.

Klatschnasser Monat: Im Juli prasselte mehr als das Anderthalbfache der durchschnittlichen Regensumme vom Himmel. Mit 130 Liter pro Quadratmeter gehörte er zu den zehn regenreichsten Julis seit Messbeginn 1881.

Der Juli war mit 18,1 Grad genauso so warm wie im Mittel der vergangenen 30 Jahre. Dabei gab es, wie auch schon im Vormonat, größere Unterschiede zwischen Nord und Süd. Während es in Regensburg und am Oberrhein neun heiße Tage mit über 30 Grad gab, musste man sich in Hamburg mit gerade mal zwei Sommertagen mit über 25 Grad begnügen. Die großen Temperaturunterschiede und die schwülwarme Sommerluft führten allerdings auch immer wieder zu Unwettern. Stabile und trockene Schönwetterphasen waren im Juli dagegen Fehlanzeige.

Trotz einer durchschnittlichen Temperatur war der Juli 2017 der kühlste seiner Klasse seit fünf Jahren.

Der viele Regen und das wechselhafte Wetter wirkten sich auch auf die Sonnenscheindauer aus. Insgesamt war der Juli etwas trüber als im langjährigen Mittel. Besonders wenig Sonne gab es rund um den Harz, wo sie teils unter 150 Stunden lang schien. Dagegen konnte man sich vom Bodensee bis nach Passau über fast 250 Sonnenstunden freuen. Trotz dieser Unterschiede gab es praktisch landesweit etwas weniger Sonne als im langjährigen Mittel.

Mit durchschnittlich 195 Sonnenstunden war der Juli der trübste seit 2011.

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