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Samstag, 24.04.2021

WetterOnline ist Laubfrosch-Pate

Amphibien in der Krise

Eingeschleppter Pilz, schwindender Lebensraum und Klimawandel - der heimische Laubfrosch und der Feuersalamander sind vom Aussterben bedroht. In Zusammenarbeit mit dem Aquazoo Löbbecke Museum in Düsseldorf möchte WetterOnline dem entgegenwirken.

Der Laubfrosch ist der einzige Froschlurch in Europa, der klettert. Er fühlt sich ausschließlich in naturbelassenen Landschaften wohl. Einst in Deutschland weit verbreitet, ist er heute in seinem Bestand bedroht. Bild: Aquazoo Löbbecke Museum

Am 24. April 2021 findet der internationale "Save The Frogs Day" statt. Dieser wurde im Jahr 2008 ins Leben gerufen und macht seitdem jährlich auf die weltweit zurückgehenden Amphibienpopulationen aufmerksam. In Deutschland sind vor allem Lurche vom Aussterben bedroht, wie etwa der europäische Laubfrosch oder der Feuersalamander. Warum das so ist und wie jeder bei der Arterhaltung mithelfen kann, verraten wir hier.

Der bekannte Feuersalamander ist durch den Chytridpilz in Deutschland vom Aussterben bedroht. Der Hautpilz wurde durch menschliche Verschleppung beinahe weltweit verbreitet. Bild: Aquazoo Löbbecke Museum

Als Wetterfrosch und Froschkönig genießt der Laubfrosch große Bekanntheit und war früher in der Natur häufig anzutreffen. Heute ist der Froschlurch in Deutschland nur noch selten zu sehen, denn sein Lebensraum ist bedroht. Sandra Honigs, stellvertretende Direktorin und Kuratorin für den Landbereich im Aquazoo Löbbecke Museum Düsseldorf, erklärt: "Die Lebensgrundlage des Laubfrosches verschwindet zunehmend in vielen Teilen Europas. Dies liegt vor allem an der Entwässerung, Trockenlegungen, Abholzungen sowie der steigenden Umweltverschmutzung."

Der Laubfrosch ist zwar in unseren Köpfen immer noch das Bild eines Frosches schlechthin, aber in Deutschland ist er auf Wiesen und in Tümpeln nur noch selten zu sehen. Bild: Aquazoo Löbbecke Museum

Seit einigen Jahrzehnten gefährdet zudem eine tödliche Pilzkrankheit sämtliche Lurcharten weltweit. Bei uns ist vor allem der Feuersalamander durch eine Variante dieses Pilzes akut bedroht. Der Hautpilz wurde durch menschliche Verschleppung beinahe weltweit verbreitet, eine Heilung oder Impfung ist bisher nicht in Sicht. Während zahlreiche Wissenschaftler auf der ganzen Welt an dieser Krankheit forschen, versuchen zoologische Institutionen und engagierte Privathalter, den Amphibien eine letzte Überlebenschance zu bieten.

Viele der über 8000 bekannten Amphibienarten sind heute stark gefährdet. Von den noch existierenden Lurchen sind etwa über 40 Prozent vom Aussterben bedroht. Ursache hierfür sind Krankheiten, der zunehmende Lebensraumverlust und auch der immer stärker ausgeprägte Klimawandel. Damit gute Lebensbedingungen und der Lebensraum für Amphibien in Zukunft nicht vollständig verschwinden, kann jeder helfen, Umweltverschmutzungen zu vermeiden, die Natur zu schützen und somit aktiv zur Artenerhaltung beizutragen.

In Deutschland sind vor allem Lurche, wie etwa der Feuersalamander, vom Aussterben bedroht. Bild: Aquazoo Löbbecke Museum

WetterOnline engagiert sich als Pate im Aquazoo Löbbecke Museum in Düsseldorf für den Artenschutz heimischer Amphibien. WetterOnline hegt als Wetterdienstleister eine ganz besondere Beziehung zum Europäischen Laubfrosch, der auch als Wetterfrosch bekannt ist, und möchte helfen, diesen Frosch und seine heimischen Artgenossen auch in Zukunft in Deutschland beheimatet zu wissen. Der Aquazoo führt seit dem Jahr 2008 eine Zucht- und Schutzstation für Amphibien und setzt sich so in besonderem Maße für diese bedrohte Tiergruppe ein.

(Ein Bericht von Björn Goldhausen aus der WetterOnline-Redaktion)

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