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Samstag, 02.09.2017

Wetterkapriolen in den Alpen

Hochwasser und Schnee

Hochwasser und Erdrutsche haben am Samstag die Feuerwehren in den Teilen der Schweiz auf Trab gehalten. Auch im Allgäu und in Oberbayern kam es zu Überflutungen. In den höheren Lagen der Alpen gab es außerdem einen Vorgeschmack auf den Winter.

Dieser Autofahrer im Rheintal hat Pech: Sein Fahrzeug Auto steht in einer überschwemmten Unterführung. Bild: picture alliance/KEYSTONE

Nach ergiebigem Dauerregen führen einige Flüsse in der Zentral- und Ostschweiz Hochwasser. Viele Keller und Straßen wurden überflutet, allein im Kanton St. Gallen musste die Feuerwehr über 500 Mal ausrücken. Einzelne Streckenabschnitte wurden nach Überflutungen gesperrt. Im Appenzeller Vorder- und Mittelland kam es zu Erdrutschen, dort gingen bei der Notrufzentrale rund hundert Notrufe aus den Gemeinden ein. Der Betrieb der Schiffslinie zwischen Rorschach Hafen und Rheineck Schifflände wurde eingestellt. Auch im Allgäu gibt es Hochwasser.

Bei Garmisch-Patenkirchen in Oberbayern stehen einige Straßen unter Wasser, einzelne Strecken sind gesperrt worden. Bild: extremwetter.tv

So lag der Pegel der Iller in Kempten am Samstagnachmittag bei 3,71 Meter, rund 2,50 Meter mehr als am Vortag. Ab einem Wasserstand von 4,50 Meter gilt Meldestufe 3. Die Einsatzkräfte sind derweil vorbereitet. In der Leitstelle Allgäu in Kempten heißt es, man beobachte die Pegelstände und versetze die Feuerwehren bei Bedarf in Alarmbereitschaft. Von Lindau bis Kempten fielen von Donnerstag bis Samstag 100 bis 120, in Teilen der Schweiz sogar bis 150 Liter Regen pro Quadratmeter. Das ist mehr als im Klimamittel für September

In den höheren Lagen der Alpen oberhalb von 1800 Meter Höhe kehrte der Winter ein. Kräftige Schneefälle überraschten viele Urlauber, die auf Wandertouren waren. Im Zugspitzgebiet kamen oberhalb von 2600 Meter Höhe über 20 Zentimeter Neuschnee zusammen. Am Sonntag ist noch mit weiteren Niederschlägen zu rechnen. In der neuen Woche lassen sie nach und die Schneefallgrenze steigt deutlich an, sodass von der weißen Überraschung nicht mehr viel übrigbleiben wird.

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