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Mittwoch, 09.06.2021

Wetter zur Sonnenfinsternis

Mond verdeckt Teile der Sonne

In den Mittagsstunden des 10. Juni findet eine partielle Sonnenfinsternis statt. Zum ersten Mal seit 6 Jahren ist ein solches Himmelsschauspiel auch von Deutschland aus sichtbar, zumindest überall dort, wo auch das Wetter mitspielt.

Im Norden Deutschlands wird die Sonne am Donnerstagmittag deutlich wahrnehmbar vom Mond "angeknabbert". Bis zu 20 Prozent unseres Zentralgestirns werden dort vom Mond verdeckt.

Da der zentrale Finsternispfad fernab von Mitteleuropa über die Arktis verläuft, bleibt die Verfinsterung bei uns allerdings vergleichsweise unauffällig. So werden entlang des Alpenrandes nur rund 6 Prozent der Sonnenscheibe verdunkelt, in der Landesmitte sind es 10 bis 14 und im äußersten Norden Schleswig-Holsteins, in Flensburg, immerhin gut 20 Prozent. Wer das Geschehen direkt beobachten will, braucht jedoch zum Schutz der Augen unbedingt eine spezielle Sonnenfinsternisbrille. Zudem muss um die Mittagszeit herum auch das Wetter mitspielen.

Die WetterRadar-Vorhersage zeigt die voraussichtliche Wolkenverteilung und das Wetter während der Sonnenfinsternis am Donnerstagmittag über Deutschland.

Nach derzeitigen Stand stehen die Chancen auf einen halbwegs ungetrübten Blick in den Himmel von der Nordsee bis zum Niederrhein am besten. Sonst sind im Norden neben ein paar Quellwolken auch dünne Schleierwolken unterwegs. Zu den Mittelgebirgen hin nehmen die Wolkenanteile zu und etwa südöstlich einer Linie von der Mosel bis zum Harz verbirgt sich die Sonne häufiger hinter Wolken. Diese können hier und da sogar Schauer oder Gewitter mitbringen. Am besten Sie verfolgen die Wolkenentwicklung am Donnerstagmittag live in unserem WetterRadar.

Da der Mond von West nach Ost wandert, beginnt die Finsternis in Aachen bereits um 11:21 Uhr, in Braunschweig um 11:30 Uhr und in Frankfurt/Oder erst um 11:40 Uhr. Eine Stunde später tritt die maximale Bedeckung ein, eine weitere Stunde danach geht die Finsternis für Deutschland zu Ende. Der schmale Pfad der maximalen Verfinsterung mit dem Sonnenring um den Mond verläuft ausschließlich durch dünn oder gar nicht besiedelte Regionen. Er erstreckt sich von Ostkanada über Nordwestgrönland und den Arktischen Ozean hinweg bis nach Ostsibirien.

In der Arktis wird der Neumond zum Höhepunkt der Finsternis kurzzeitig von einem Ring aus Sonnenlicht umgeben sein. Daher rührt auch der Name für diese Art von Sonnenfinsternis.

Wer auf Nummer sicher gehen und die Sonnenfinsternis auf jeden Fall in voller Pracht erleben will, kann das Schauspiel im Internet verfolgen. Die Vereinigung der Sternfreunde e.V. hat viele Links zu Live-Übertragungen im Internet zusammengestellt.

(Ein Bericht von Jürgen Vollmer aus der WetterOnline-Redaktion)

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