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Mittwoch, 18.07.2018

Wasserwerke sind entspannt

Talsperren noch gut gefüllt

Trotz der Dürre und der weiterhin trockenen Aussichten bleiben die Wasserversorger entspannt. Aufgrund des ausgesprochen nassen Winters sind Talsperren und Trinkwasserspeicher noch gut gefüllt.

Während die Ernte auf den Feldern verdorrt, sind Seen und Grundwasserspeicher noch gut gefüllt. Engpässe beim Trinkwasser drohen also bis auf Weiteres nicht.

Während die anhaltende Dürre bei den Bauern nicht nur Schweißperlen, sondern auch zunehmend Sorgenfalten bereitet, bleiben die Wasserversorger von Städten und Gemeinden bislang entspannt. Die Wasserversorgung sei nicht gefährdet, meldete beispielsweise eine Sprecherin der Harzwasserwerke: "Selbst wenn es viele Monate keinen Tropfen regnen würde, wäre unsere Versorgungssicherheit voll gewährleistet". Die Talsperren des Harzes sind noch zu gut 60 Prozent gefüllt und auch der Grundwasserpegel ist noch relativ hoch.

Der Biggesee bei Olpe im Sauerland. Die für das Ruhrgebiet wichtigen Talsperren des Sauerlandes sind noch zu knapp 80 Prozent gefüllt, können eine längere Dürreperiode also ohne Weiteres ausgleichen. Bild: Sauerland-Radwelt e.V. / Dennis Stratmann via Twitter

Auch die Wasserversorgung im Ruhrgebiet wird in diesem Sommer wohl auch bei anhaltender Dürre weiter ohne Engpässe gewährleistet sein. Der Stauinhalt der für das Ruhrgebiet wichtigen Talsperren im Sauerland lag am Mittwoch bei knappen 80 Prozent, einige Stauseen sind sogar noch fast voll. Die meisten Flüsse führen zwar Niedrigwasser, sind jedoch von den Rekordwerten aus dem Spätsommer 2003 noch weit entfernt.

Hochwasser am Rhein im Januar: Der vergangene Winter ist ausgesprochen nass gewesen und in den Bergen so schneereich wie seit Jahren nicht mehr. Dadurch wurden Talsperren und Grundwasserspeicher gut aufgefüllt. Bild: dpa

Ursache für die trotz der Dürre entspannte Lage bei den Wasserwerken ist der ausgesprochen nasse vergangene Winter. Im Januar gab es sogar eine richtige Hochwasserlage. In den Mittelgebirgen und in den Alpen schneite es zudem so viel wie seit Jahren nicht mehr. Der Schnee hat beim Abschmelzen im Frühling die Grundwasserspeicher aufgefüllt. Deswegen ist dieser Sommer auch bei anhaltender Trockenheit nicht mit dem Rekordsommer 2003 vergleichbar, bei dem aufgrund der trockenen Vorgeschichte schon früh massive Engpässe aufgetreten waren.

(dpa/WO)

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