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Mittwoch, 05.08.2015

Wasser teils über 30 Grad warm

Mittelmeer - Badewanne Europas

Das Mittelmeer ist derzeit warm wie lange nicht. In einigen Lagunen werden 30 Grad und mehr gemessen. Ein massives Fischsterben ist die Folge. Auch im Herbst könnte das warme Wasser noch Probleme bereiten.

Derzeit bietet das Mittelmeer bei Wassertemperaturen meist zwischen 26 und 30 Grad kaum Erfrischung.

Ferienzeit ist Urlaubszeit - Viele zieht es im Sommer ans Mittelmeer, da dort die Schönwettergarantie beim Urlaub quasi mitgebucht wird. Der Sprung ins kühle Nass gehört bei Temperaturen jenseits der 30 Grad natürlich auch dazu. Eine echte Abkühlung ist bei Wassertemperaturen zwischen 26 und 30 Grad derzeit dabei aber kaum möglich. Lediglich vor der Küste Südfrankreichs erfrischt das Wasser mit 21 bis 24 Grad etwas. Schuld daran ist aber nicht etwa schlechtes oder kühles Wetter, sondern der sogenannte Mistral, der das Wasser durchmischt.

In einigen Regionen ist das Wasser mittlerweile warm wie Badewasser.

Ganz anders sieht es im zentralen und östlichen Mittelmeer aus. Dort konnten sich die obersten Wasserschichten durch die Hitze und den nicht vorhandenen Wasseraustausch auf um oder sogar über 30 Grad aufheizen. Damit ist das Wasser dort rund 3 bis 4 Grad wärmer als im langjährigen Mittel zu dieser Zeit. Im Tyrrhenischen Meer vor der Küste Italiens sind aufgrund der extrem hohen Wassertemperaturen hunderte Tonnen Fische und Aale verendet. In einigen Lagunen werden mittlerweile 34 Grad gemessen.

Im Herbst könnte das warme Wasser wie hier im vergangenen Oktober in Genua in Norditalien wieder massive Unwetter auslösen. Bild: dpa

Mit Blick auf den nahenden Herbst könnten die hohen Wassertemperaturen im Mittelmeer noch ein weiteres Problem mit sich bringen. Traditionell bilden sich aufgrund des warmen Wassers dann im Mittelmeerraum kräftige Tiefdruckgebiete aus. Im kommenden Herbst steht den Tiefs wegen des überdurchschnittlich warmen Meeres zumindest anfangs noch mehr Energie als sonst üblich zur Verfügung. Heftige Gewitter und massive Überflutungen an den Küsten und in den Südalpen könnten dann die Folge sein.

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