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Donnerstag, 20.02.2020

Vorläufige Bilanz

Winter auf Rekordkurs

Frühblüher und Pollen statt Eis und Schnee - Der diesjährige Winter zeigt sich von seiner mildesten Seite. Schon jetzt ist klar: Er wird einer der wärmsten seit Messbeginn vor 140 Jahren.

Mit einer Mitteltemperatur von etwa 4,4 Grad wird der Winter wahrscheinlich nach 2006/2007 der zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Der Winter ist auf dem besten Weg der zweitwärmste in Deutschland seit Messbeginn vor 140 Jahren zu werden. An der bisherigen Durchschnittstemperatur von 4,2 Grad wird sich bis zum meteorologischen Winterende am 29. Februar nach jetzigem Stand nicht mehr viel ändern. Damit liegt er nur knapp hinter dem bisher wärmsten Winter 2006/2007, der eine Mitteltemperatur von 4,4 Grad hatte. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass er mit einem milden Finale noch den bisherigen Rekordhalter vom Thron stößt.

Nach den bereits sehr milden Monaten Dezember und Januar mit Mittelwerten von 3,7 und 3,3 Grad liegt der Februar mit 5,4 Grad aktuell ebenfalls auf Rekordkurs. Am Ende wird er sich wohl knapp hinter dem Februar 1990 einordnen. Damit fällt er deutlich wärmer aus als ein durchschnittlicher März, der es in den vergangenen 30 Jahren in Deutschland auf ein Mittel von 4,7 Grad brachte. Am 16.02. wurden sogar an über 30 Wetterstationen neue Wärmerekorde für Februar aufgestellt. Frost und Schnee dagegen waren absolute Mangelware.

In vielen Vorgärten sieht es derzeit so frühlingshaft aus wie sonst im März. Bild: Achim Otto

Ursache für den außergewöhnlich unwinterlichen Winter sind anhaltend milde Großwetterlagen. So kamen mit westlichen bis südlichen Winden immer wieder milde Atlantik- und Mittelmeerluft nach Deutschland. Dagegen waren kalte nördliche und östliche Winde sehr selten.

(Ein Bericht von Denis Möller aus der WetterOnline Redaktion mit Material von dpa)

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