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Freitag, 15.01.2021

Vom Saarland bis zum Allgäu

Enorme Schneemassen im Südwesten

Heftige Schneefälle haben in Teilen Südwestdeutschlands für Chaos auf den Straßen gesorgt. Autos blieben in den Schneemassen stecken, Straßen mussten gesperrt werden und Bäume stürzten unter der Schneelast um.

Seit der Nacht zum Donnerstag schneit es in einigen Teilen Süd- und Südwestdeutschlands ununterbrochen. Bild: dpa

Anhaltende starke Schneefälle brachten die Räumdienste im Südwesten Deutschlands an ihre Grenzen. Betroffen waren vor allem das Saarland, die Südpfalz und das südwestliche Baden-Württemberg. Dort kamen selbst im Breisgau bis zu 20 Zentimeter Schnee zusammen. Viele Straßen konnten nicht mehr ausreichend von den Schneemassen befreit werden und wurden gesperrt. Auf der Bundesstraße 317 mussten im Bereich Stühlingen Dutzende LKW-Fahrer die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen. Der Verkehr staute sich über Dutzende von Kilometern.

Die Verkehrslage auf den teils dick verschneiten Straßen ist vielerorts angespannt, die Räumdienste kommen kaum hinterher. Bild: dpa

Im Schwarzwald bestand wegen der Schneemassen in einigen Gebieten sogar Lawinengefahr. Dort liegt der Schnee in den Höhenlagen teils über einen Meter hoch. Zudem musste wegen der Gefahr eines Erdrutsches im Landkreis Emmendingen eine Straße gesperrt werden. Bäume stürzten auf parkende Autos und verursachten Sachschäden. Die Polizei warnte eindringlich davor, die Gefahr, die von den Schneemassen ausgeht, zu unterschätzen. Viele Bäume drohen noch unter der Schneelast zu brechen. Aber auch Dachlawinen stellen eine nicht unerhebliche Gefahr dar.

Vorsicht: Betreten verboten! Das Eis auf den Flüssen und Seen ist wegen des bisher eher milden Winterverlaufs noch nicht tragfähig. Bild: dpa

Auch rund um den Bodensee und im Allgäu sind enorme Schneemassen zusammengekommen. In den Alpen herrscht Lawinenwarnstufe 4 und auf den Straßen geht ohne Winterausrüstung nichts mehr. Im Laufe des Freitags wird sich die Lage jedoch allmählich entspannen. Die Schneefälle klingen ab und am Wochenende stellt sich vorübergehend ruhigeres Wetter ein. Winterfans droht allerdings eine andere Gefahr: Die Eisdecke vieler Binnengewässer ist noch nicht dick genug, um tragfähig zu sein. Wer sie dennoch betritt, riskiert darin einzubrechen.

(Ein Bericht von Jürgen Vollmer aus der WetterOnline-Redaktion mit Material von dpa)

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