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Sonntag, 14.07.2019

Verwüstungen in Teilen Südasiens

Viele Tote durch Monsunregen

Erdrutsche, Überschwemmungen und einstürzende Häuser: Die Monsunregenfälle machen den Menschen in Südasien schwer zu schaffen. Die Zahl der Todesopfer steigt stetig.

In Teilen der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu steht das Wasser bis zu einem halben Meter hoch in den Straßen. Bewohner werden mit Schlauchbooten in Sicherheit gebracht. Bild: dpa

Heftiger Monsunregen und Gewitter haben am Wochenende in Südasien zahlreiche Überschwemmungen und Erdrutsche verursacht. Im Norden und Nordosten Indiens, in Nepal und in Bangladesch kamen Dutzende Menschen als Folge der Unwetter ums Leben, allein in Nepal waren mindestens 43 Tote zu beklagen. Zehntausende mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh sind von den Überflutungen mehr als 1,5 Millionen Menschen betroffen.

Viele Flüsse haben sich in reißende Ströme verwandelt. Im nordindischen Bundesstaat Assam sieht es besonders schlimm aus. Hier sind Brücken einsturzgefährdet. Bild: dpa

Viele flohen vor dem Regen in sicheres Gebiet, andere wurden von den Wassermassen von der Außenwelt abgeschnitten. Zehntausende wurden in Notunterkünfte gebracht. Die Einsatzkräfte bemühen sich, Bewohner aus überfluteten Dörfern zu retten. In Indiens Nachbarland Nepal löste der starke Monsun Sturzfluten und Erdrutsche aus. Auch die Hauptstadt Kathmandu war betroffen. Der größte Fluss Koshi, der von Nepal in den indischen Bundesstaat Bihar fließt, drohte über die Ufer zu treten.

Auch in den nächsten Tagen kommen teilweise enorme Regenmengen zusammen.

Die feuchtwarme Luft vom indischen Ozean her staut sich am Himalaya und regnet sich ab. Bis Samstag fallen dort nochmals weit mehr als 300 Liter Regen pro Quadratmeter. Ähnlich hohe Regenmengen sind auch an den Westghats im Südwesten Indiens zu erwarten. Die Monsunzeit in Südasien dauert gewöhnlich bis September. Zwar sind die Regenfälle für die Landwirtschaft lebenswichtig. Sie richten aber auch immer wieder großen Schaden an. Jedes Jahr kommen dabei Hunderte von Menschen ums Leben.

(WO/dpa)

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