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Donnerstag, 06.06.2019

Verwüstungen in Amsterdam

Gewitter verursachen Schäden

In Westdeutschland und in den westlichen Nachbarländern haben die Menschen eine unruhige Nacht zu Donnerstag mit zahlreichen Gewittern erlebt. Während sich die Schäden hierzulande in Grenzen hielten, war die Feuerwehr in den Niederlanden fast pausenlos im Einsatz.

Blitze zucken über den Himmel von Ilbesheim bei Landau in der Pfalz. Bild: Unwetterbeobachtung / EU

Ein großes Gewittersystem ist am Mittwochabend und in der Nacht von Frankreich aus über die Benelux-Staaten und den Westen Deutschlands zur Nordsee gezogen. Dabei gab es mit rund 200.000 Blitzen ein wahres Feuerwerk am Nachthimmel. In Rheinland-Pfalz mussten Polizei und Feuerwehr zu 20 Einsätzen wegen Blitzeinschlägen und umgestürzter Bäume ausrücken. Die Bahn hatte am Abend vor Einschränkungen des Bahnverkehrs gewarnt.

Im Saarland, zwischen Neunkirchen und Ottweiler war der Regionalverkehr noch eingeschränkt, nachdem ein Baum auf eine Oberleitung gestürzt war. Große Unwetterschäden wie der Tornado in Bocholt, der eine Nacht zuvor gewütet hatte, blieben aber aus. Die Gewitterböen erreichten nur vereinzelt Sturmstärke.

Schwere Gewitterböen reißen in Amsterdam viele Bäume um. In den Niederlanden wurden örtlich Böen bis 112 Kilometer pro Stunde gemessen. Bild: @zeeger via Twitter.

In der westlichen Eifel und in Kleve am Niederrhein wurden in nur wenigen Stunden knapp 40 Liter registriert. Ansonsten waren die Regenmengen mit 5 bis 20 Liter pro Quadratmeter nicht unwetterartig. Von Nordfrankreich bis zu den Niederlanden gab es dagegen deutlich mehr Schäden. In der niederländischen Provinz Utrecht stürzten viele Bäume um. In Amsterdam wurden fünf Menschen leicht verletzt. Dort hinterließ der Gewittersturm eine Spur der Verwüstung. Ziegel wurden von Dächern geweht und viele Straßen waren unpassierbar.

(WO/dpa)

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