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Mittwoch, 14.07.2021

Unwetter in Deutschland

Starkregen bringt Hochwasser

Brisantes Wetter: Unwettertief BERND bringt große Regenmengen. Straßen und Keller sind vor allem in Nordrhein-Westfalen überflutet. Örtlich kam es sogar zu Erdrutschen.

Besonders hart getroffen hat es die Stadt Hagen in Nordrhein-Westfalen. Bild: dpa

Das Unwettertief BERND hat einige Landesteile unter Wasser gesetzt. Heftige Regenfälle führten in der Nacht zum Mittwoch zu zahlreichen Überschwemmungen. In Hagen appelliert die Polizei die Bürger, zu Hause zu bleiben. Wer das Haus unbedingt verlassen muss, soll wegen überfluteter Straßen, womöglich gefährlichen Treibgutes und umstürzender Bäume besonders aufpassen.

Unser WetterReporter gibt einen Ausblick auf die Unwetterlage.

Hunderte Feuerwehrleute und Polizeikräfte waren nach dem starken Regen in der Nacht im gesamten Stadtgebiet von Hagen im Einsatz - mit Verstärkung etwa aus Dortmund oder dem Ennepe-Ruhr-Kreis. In einer Unterführung in der Nähe des Hauptbahnhofs sammelte sich so viel Regenwasser, dass mehrere Wagen nicht mehr weiterkamen. Die Feuerwehr befreite die Fahrer aus ihren Autos. Die Sprecherin warnte, dass viele Straßen wegen der Wassermassen nicht mehr befahrbar sind.

Ein Altenheim musste wegen der einströmenden Wassermassen evakuiert werden. Das Seniorenheim ist sehr stark betroffen und unbewohnbar geworden. Zudem sind alle Eltern im gesamten Stadtgebiet am Morgen gebeten worden, ihre Kinder nicht in die Kita zu schicken und an dem Ferientag auch nicht die sonstige Betreuung der Grundschulen zu nutzen.

Auch der bei vielen Urlaubern beliebte Gardasee in Norditalien wurde mit voller Wucht von einem Unwetter getroffen.

In Altena im Sauerland berichtete die Feuerwehr von mehreren kleineren Erdrutschen. Dort hat man alle Hände voll zu tun. Das Unwetter hatte auch in anderen Teilen von Nordrhein-Westfalen für überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und zahlreiche Einsätze gesorgt.

Im Westen drohen neue Unwetter durch Starkregen.

In den kommenden Stunden und Tagen drohen vor allem in Teilen von Nordrhein-Westfalen neue Unwetter. Örtlich sind mehr als 100, im Extremfall sogar über 150 oder 200 Liter Regenwasser pro Quadratmeter möglich. Dann sind weitere massive Überflutungen möglich. Besonders betroffen wird wahrscheinlich ein Streifen vom südlichen Ruhrgebiet über das Rheinland bis zur Eifel sein. Aber auch in den östlich angrenzenden Regionen sollte man gut das WetterRadar im Blick haben. Eine genauere örtliche Eingrenzung ist bei dieser Wetterlage nicht möglich.

(Ein Bericht von Sebastian Keßler aus der WetterOnline-Redaktion mit Material von dpa)

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