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Freitag, 30.10.2020

Tsunami und Tote nach Erdbeben

Ägäis: Schäden und Überflutungen

Ein starkes Erdbeben hat in Griechenland und der Türkei schwere Schäden angerichtet. Auch viele Todesopfer sind zu beklagen. Durch die Wucht der Erdstöße stürzten zahlreiche Gebäude ein. Zudem schwemmte ein Tsunami Schutt und Wasser durch die Straßen mehrerer Küstenorte.

In der türkischen Millionenstadt Izmir sind die Schäden groß. @orcuntcvatan via Twitter.

Zwischen der Türkei und Griechenland kam es zu einem ungewöhnlich starken Erdbeben der Stärke 6,6 auf der Richterskala. Durch die Wucht der Erdstöße stürzten zahlreiche Häuser ein, viele weitere wurden beschädigt. Über der beliebten Urlaubsinsel Samos und Küstenorten der Türkei erhoben sich dichte Staubwolken, nachdem Gebäude in sich zusammengestürzt waren. Mindestens 26 Menschen kamen ums Leben, mehr als 800 wurden verletzt und Dutzende weitere gelten noch als vermisst. Etliche Ortschaften waren nach dem Beben ohne Strom.

Videos aus sozialen Netzwerken zeigen, wie ein Tsunami durch die Straßen rollt. In Seferihisar wenig südlich der türkischen Millionenstadt Izmir stand das Wasser teils mehrere Meter hoch. Die Fluten rissen auch auf Samos zahlreiche Gegenstände wie Stühle, Autos und sogar Boote mit. Fahrzeuge kamen anschließend quer auf der Straße zum Stehen. Die Flutwelle erreichte wahrscheinlich eine Höhe von mehr als 1,5 Meter. An der Küste könnte sie nach Angaben des Geoforschungszentrums Potsdam (GFZ) stellenweise mit bis zu 3 Meter Höhe aufgelaufen sein.

Eine Flutwelle (Tsunami) rollt durch die Straßen in Seferihisar südlich von Izmir. Bild: @orcuntcvatan via Twitter.

Das Epizentrum des Bebens lag in der Ägäis vor der türkischen Provinz Izmir rund 16 Kilometer nördlich der griechischen Insel Samos. Die Dauer der Erschütterungen war mit rund 30 Sekunden ungewöhnlich lang. Bis Freitagabend kam es zu mehreren teils starken Folgebeben. Aus Furcht vor weiteren Nachbeben verbrachten viele Menschen die Nacht zum Samstag unter freiem Himmel oder in ihren Autos. Unterdessen ging am Samstag die Suche nach Verschütteten in den Gebäudetrümmern weiter. Hilfskräfte waren auch mit Suchhunden im Einsatz.

Das Zentrum des Bebens lag in der Ägäis dicht vor der Westküste der Türkei. Die Erschütterungen waren auch in der türkischen Metropole Istanbul und in der griechische Hauptstadt Athen zu spüren.

(Ein Bericht von Sebastian Keßler und Jürgen Vollmer aus der WetterOnline-Redaktion mit Material von dpa)

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