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Dienstag, 05.02.2019

Tauen, Schmelzen, Sublimieren

Schnee "schmilzt" nicht einfach

Es gibt große Unterschiede, wie Schnee verschwindet. Diese spiegeln sich nicht nur in der Bezeichnung, sondern auch im Tempo des "Schmelzens" wider. Kurioserweise ist die Temperatur dabei meist nicht entscheidend.

Ihm dürfte es egal sein, wie er verschwindet. Für uns Meteorologen gibt es aber beträchtliche Unterschiede.

Die Luftfeuchte macht den Unterschied: Nur bei Plusgraden und ausreichend feuchter Luft beginnt die weiße Pracht zu tauen. In diesem Fall wird der Schnee zu Wasser, geht also vom festen ausschließlich in den flüssigen Zustand über. Die Schneedecke verliert nun rasant an Mächtigkeit. Wenn auch noch Wind und Regen mit ins Spiel kommen, verschwindet selbst viel Schnee relativ schnell. Wenn der Boden dann noch gefroren ist und so kein Wasser aufnehmen kann, kommt es häufig zu starkem Hochwasser in den Flüssen.

Zum Taupunkt im Winter

Ganz anders ist es bei trockener Luft: Hier kommen neben der Temperatur auch noch der Taupunkt und die Feuchttemperatur ins Spiel. Der Taupunkt bezeichnet die Temperatur, bei der die Luft gesättigt ist, also theoretisch Nebel herrscht. Die Feuchttemperatur liegt meist zwischen Taupunkt und Lufttemperatur. Sie wird übrigens mit einem normalen Thermometer ermittelt, dass während des Messvorgangs mit einem feuchten Tuch überzogen und belüftet wird.

Liegen Luft- und Feuchttemperatur nun über dem Gefrierpunkt, der Taupunkt aber noch darunter, so beginnt der Schnee zu schmelzen. Dabei geht er sowohl in den flüssigen als auch in den gasförmigen Zustand über. Die Schneedecke nimmt nun schon langsamer ab als beim Tauen. Bleiben Taupunkt und Feuchttemperatur im negativen Bereich, so sublimiert der Schnee. Darunter versteht man den direkten Übergang von Schnee in Wasserdampf. Die Schneedecke nimmt nun nur noch sehr langsam ab und der Schnee bleibt sogar pulverig.

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