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Donnerstag, 21.01.2021

Sturm fegt über Deutschland

Etliche umgestürzte Bäume

Sturmtief GORAN hat am Donnerstag im Westen und Norden Deutschlands Schäden angerichtet. Böen bis Tempo 119 rissen etliche Bäume um. Im Bahnverkehr kam es zu Behinderungen. Auch auf den Autobahnen ging es turbulent zu.

In Delmenhorst bei Bremen trifft ein entwurzelter Baum ein Wohnhaus. Bild: NonstopNews

Die Feuerwehr und Polizei mussten zu Dutzenden Einsätzen ausrücken. Die schweren Sturmböen und Orkanböen kippten viele Bäume und Bauzäune um und sorgten für zahlreiche Verkehrsunfälle. Umgestürzte Bäume trafen auch Wohnhäuser. In Dörpen im Emsland landete ein Fahrer mit seinem Auto in einem Straßengraben, als er einem umstürzenden Baum auswich. Er blieb unverletzt. Bei Oldenburg traf ein Ast einen Wagen im Bereich der Windschutzscheibe. Die Fahrerin wurde leicht verletzt.

In Rhauderfehn im Landkreis Leer fiel ein Baum auf einen Pkw, in Cappeln (Landkreis Cloppenburg) kollidierte ein Autofahrer mit einem umgestürzten Baum. In beiden Fällen gab es keine Verletzten. Im Kreis Stade lösten sich durch den Sturm Dachpfannen. Die Feuerwehr sicherte das Dach, während die Polizei die Straße reinigte und absperrte. In Hamburg krachten Dachziegel auf die Straße und den Gehweg. Zwei parkende Autos wurden beschädigt, niemand wurde verletzt

Die stärksten Böen vom Donnerstag: Selbst im Flachland wurden örtlich Orkanböen bis 120 Kilometer pro Stunde gemessen.

Schäden wurden auch in Nordrhein-Westfalen gemeldet. Im Märkischen Kreis, in der Eifel und im Rhein-Sieg-Kreis blockierten Bäume mehrere Straßen. In Düsseldorf war die Feuerwehr wegen abgebrochener Äste, umgekippter Bauzäune und herabgefallener Dachziegel im Einsatz. In Voerde im Kreis Wesel wurde eine Telefonleitung beschädigt. In Lotte im Kreis Steinfurt zerlegte der Sturm eine Holzhütte auf einem Baumarktgelände.

Auf dem Gelände der Uniklinik in Düsseldorf riss der Sturm die Verkleidung eines Vordachs ab. Vorsichtshalber wurde dort ein Hauptweg gesperrt. Auch in Köln, Dortmund, Münster, Euskirchen, Krefeld oder Paderborn kam es zu zahlreichen Einsätzen. Außerdem brauchten Bahnreisende viel Geduld, da an einigen Abschnitten Oberleitungen beschädigt worden waren. Zwischen Oberhausen und Emmerich stürzten Bäume auf die Gleise. Daraufhin wurden Fernverkehrszüge umgeleitet. Betroffen war die ICE-Verbindung zwischen Köln und Amsterdam.

Im Harz wurden Böen bis 160 Kilometer pro Stunde registriert, in den Alpen tobte ein Föhnsturm. Mehr Eindrücke gibt es im Video.

Ebenso eingeschränkt war der Regionalverkehr zwischen Dülmen und Haltern am See sowie zwischen Köln und Dormagen. Sägetrupps waren im Einsatz, um herabgefallene Äste und umgestürzte Bäume von den Strecken zu entfernen. Auf der A44 am Kreuz Aachen und bei Jülich stürzten Bäume auf die Fahrbahn. Auf der A4 hielten die Warnbarken an einer Baustelle dem Wind nicht stand. Auf der A43 bei Wuppertal behinderte eine weggewehte Plane den Verkehr.

(Ein Bericht von Tommy Kühnlein aus der WetterOnline-Redaktion mit Material von dpa)

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