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Sonntag, 04.03.2018

Strommangel verlangsamt Netzzeit

Kälte lässt Uhren nachgehen

Das Frostwetter der vergangenen Tage hat die Uhren zahlreicher Haushaltsgeräte nachgehen lassen. Der Grund: Engpässe bei der Stromproduktion ließen die Netzfrequenz absacken. Diese ist aber Taktgeber für elektrische Uhren.

Zu spät auf der Arbeit? In den vergangenen Tagen konnte man selbst ohne Schnee das Wetter dafür verantwortlich machen.

Viele Uhren an Backöfen, Mikrowellen oder älteren Radioweckern beziehen ihre Impulse aus dem Stromnetz. Die Frequenz des Wechselstroms gibt quasi den Takt für die Zeitanzeige solcher Geräte vor. Normalerweise ändert sich die Polarität im Stromnetz 50 mal pro Sekunde. Wir sprechen daher von einer Netzfrequenz von 50 Hertz. Kleine Schwankungen nach oben oder unten sind dabei durchaus normal und werden durch entsprechende Korrekturen der Netzfrequenz meist rasch wieder ausgeglichen.

Winterliches Frostwetter kann die Netzfrequenz merklich senken, wenn in Spitzenzeiten mehr Strom "verbraucht" wird, als die Erzeuger nachliefern.

In den vergangenen Tagen war dies jedoch anders: Wegen der Minusgrade und dem somit deutlich erhöhten Energieverbrauch lag die Netzfrequenz im deutschen Stromnetz trotz Gegenmaßnahmen der Stromerzeuger über mehrere Tage hinweg unter 50 Hertz. Dies hatte zur Folge, dass alle netzstrombetriebenen Uhren deutlich langsamer liefen. So konnte sich die Fehlzeit auf mehr als fünf Minuten addieren: Die betroffenen Uhren gingen immer mehr nach. Mit Ende der Frostperiode sollte sich das Problem aber erledigen. Die Uhren "ticken dann wieder richtig".

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