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Freitag, 04.06.2021

Straßen und Keller überschwemmt

Unwetter mit Überflutungen

Gewitter mit Starkregen haben am Freitag an einigen Orten gewütet. Überschwemmte Straßen und Keller waren die Folge. Am Wochenende folgen weitere Gewitter.

Ein Feuerwehrfahrzeug bahnt sich in Bad Sobernheim (Landkreis Bad Kreuznach) den Weg durch das Wasser. Bild: dpa

Kräftige Gewitter haben an einigen Orten am Freitag Überschwemmungen gebracht. In Neu-Anspach in Hessen ist der Fluss Usa über die Ufer getreten. Eine Straße stand unter Wasser, die Feuerwehr war vor Ort und versuchte mit Sandsäcken zu sichern.

Im Landkreis Aschaffenburg in Bayern hat ein Gewitter zahlreiche Keller und Straßen überschwemmt. Durch einen Hangrutsch wurden zuvor Kanaleinläufe verstopft und das Wasser konnte nicht mehr ablaufen. Starker Regen führte auf einer Tunnelbaustelle in Stuttgart zu einem schweren Unfall. Nach Angaben der Polizei kam ein Arbeiter ums Leben. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte das Wasser ein Gerüst um- und mehrere Arbeiter mit sich in den Neckar gerissen.

Über 200 000 Blitze wurden am Freitag registriert.

Starke Unwetter haben auch in Teilen von Rheinland-Pfalz Polizei und Feuerwehr in Atem gehalten. In Bad Sobernheim war sogar das örtliche Impfzentrum betroffen, da es nach Regen und Überflutungen einen teilweisen Stromausfall gab. Die Impfungen gegen das Coronavirus konnten aber nach Angaben eines Feuerwehrsprechers nichtsdestotrotz fortgesetzt werden. Im Ort selbst wurden 20 Keller überflutet.

Unwetter hatten schon am Donnerstagabend erhebliche Schäden etwa in Teilen Nordrhein-Westfalens, in Rheinland-Pfalz und Hessen verursacht. Starkregen ließ Keller voll laufen, drückte Gullys hoch und führte zu überschwemmten Fahrbahnen und Unterführungen. Auf einigen Straßen stand das Wasser so hoch, dass Autos steckenblieben und die Feuerwehr den Insassen heraushelfen musste.

Starkregen setzte am Donnerstagabend einige Straßen in Essen unter Wasser. Bild: dpa

In Essen wurden sogar mehrere Menschen in einem Kiosk eingeschlossen, da der Wasserdruck von außen das Öffnen der Tür unmöglich machte. Die Eingeschlossenen konnten letztlich durch eine Hintertür ins Freie geleitet werden. In Recklinghausen geriet während eines Gewitters der Dachstuhl eines Hauses in Brand. In Bottrop setzte ein Blitzeinschlag einen Baum in Brand. In einer Straße dort hat sich das Wasser auf einer Länge von rund 200 Metern teilweise einen Meter hoch gestaut.

Auch am Samstag entwickeln sich in schwülwarmer Luft kräftige Gewitter. Betroffen ist ein breites Gebiet von der Nordsee bis zum Erzgebirge sowie südlich davon. Die Unwettergefahr durch Starkregen ist dabei nachmittags vom Emsland bis ins Erzgebirge und Niederbayern am größten.

Die Unwetterwarnung für Samstag.

(Ein Bericht von Verena Leyendecker aus der WetterOnline-Redaktion)

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