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Dienstag, 24.01.2017

Probleme für die Schifffahrt

Rhein hat starkes Niedrigwasser

Seit Wochen führen Deutschlands Flüsse ungewöhnlich starkes Niedrigwasser, teils liegen die Pegelstände nahe an den Allzeitrekorden. Ursache des Wassermangels sind der sehr trockene Herbst und Winter

Ein Containerschiff passiert eine Sandbank am Rhein bei Bad Breisig. Der niedrige Wasserstand am Mittelrhein bereitet der Schifffahrt Sorgen. Bild: dpa

Die niedrigen Pegel an den Flüssen machen den Binnenschiffern zu schaffen. Schon seit dem Herbst führen der Rhein, die Donau und deren Nebenflüsse immer wieder Niedrigwasser. Containerschiffe können nicht mehr voll beladen werden. Das macht den Transport von Gütern schwieriger und teurer. Zum Teil wird er auf die Straße oder die Schiene verlagert.

Der Rheinpegel Worms ist nicht mehr weit von Allzeitrekord entfernt.

Seit einigen Wochen hat sich die Situation verschärft, denn bisher fiel der Niederschlag meist als Schnee. Tauwetter gab es zwischenzeitlich nur im Flachland. Stellenweise ist der Rheinpegel so niedrig wie seit 60 Jahren nicht mehr. So lag der Wasserstand in Worms bei 35 Zentimeter, in Koblenz bei 58 Zentimeter. Die Pegel können in den nächsten Tagen noch weiter fallen.

Solch niedrige Werte kommen in dieser Jahreszeit eher selten vor und werden im Herbst oder bei Eisstau in sehr kalten Winterphasen beobachtet. Der absolute Rekordwert von 15 Zentimetern wurde nach dem Jahrhundertsommer im Herbst 2003 registriert. Allerdings sagen die Flusspegel nichts über die Wassertiefe aus. Der Wert für die gebaggerte Fahrrinnentiefe liegt meist höher.

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