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Montag, 01.04.2019

Polsprung hat drastische Folgen

Eisige Winter und Dürresommer

Die immer schneller fortschreitende Verschiebung der Magnetpole wird zu einer Umkehr der Pole und damit auch der Windsysteme führen. Einer Studie zufolge sind die Folgen für das Klima drastisch.

Bisher konnte uns der Golfstrom im Winter immer "warmhalten". Auch Hitzewellen im Sommer dauerten meist nicht lange. Durch konstante Ostwinde wird sich all dies in Zukunft ändern

Der Arktische Magnetpol wandert, Hochs haben einen immer längeren Atem und Tiefs sind nur noch selten richtig kräftig. Bisher konnten all diese Phänomene nicht in Verbindung gebracht werden. Ein Team von Forschern um den renommierten US-amerikanischen Klimatologen Mitchel A. Mann hat das Rätsel aber nun entschlüsselt: "Die immer schneller fortschreitende Verschiebung der Pole sorgt um das Jahr 2050 herum für eine Umkehr der Pole und der Windsysteme", so Mann gegenüber dem Magazin "Latest Scientific News". Dies wird erhebliche Folgen haben.

Mitchel A. Mann bei der Vorstellung der Forschungsergebnisse am Sonntagabend in New York.

Sobald der Polsprung vollzogen sei, werden sich die Tiefs auf der Nordhalbkugel nicht mehr entgegen, sondern im Uhrzeigersinn drehen. Bei den Hochs verhält es sich dann genau anders herum. Durch die weiterhin konstante Corioliskraft bleiben uns Azorenhoch und Islandtief erhalten. "Die Zeit der warmen Winter neigt sich in Europa dem Ende entgegen. In Zukunft werden sie dort durch Ostwinde deutlich kälter", so Mann. Auch das seit einigen Jahren kaum zu erklärende Wachstum einiger Grönland-Gletscher ist ein erstes Indiz für die Änderungen.

Eisige Zeiten: Die Karte zeigt die von den Forschern berechnete mittlere Temperaturabweichung der Winter 2031 bis 2060 vom Mittel. Bild: Latest Scientific News

Nach Eingabe der neuen Erkenntnisse in die Computer sind die Ergebnisse erschreckend: In den Sommern müssen wir uns aufgrund der kontinentalen Ostwinde auf große Hitze und Dürre einstellen. Laut den Berechnungen der Klimamodelle war der Sommer 2018 nur ein zaghafter Vorgeschmack. "In den Sommermonaten trifft es Europa besonders hart. Dort ist meist konstant mit Temperaturen von deutlich über 35 Grad zu rechnen - und das alles ohne nennenswerten Regen", so die Einschätzung von Mitchel A. Mann.

April, April! Die meisten haben es sicherlich bemerkt: Der Text und die interessanten Forschungsergebnisse sind natürlich frei erfunden. Was aber stimmt: Der arktische Magnetpol verschiebt sich in der Tat immer schneller und einige Gletscher in Grönland wachsen (vorübergehend) wieder.

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