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Dienstag, 09.04.2019

Notstand ausgerufen

Unwetterchaos auf Kreta

Unwetter haben auf der griechischen Insel Kreta erhebliche Schäden verursacht. Der Gouverneur der Region rief den Notstand aus. Während sich das Wetter auf der Insel beruhigt, schüttet es besonders im Osten Griechenlands weiter.

Die braunen Regenfluten fließen aus vielen Dörfern und Städten im Osten Kretas nur langsam ab. Bild: @nooz_gr via Twitter

Besonders betroffen war der Osten Kretas. Dort fielen teilweise mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter in nur kurzer Zeit. Große Teile der Touristenstädte Ierapetra und Sitia standen am Montag unter Wasser. Die Wassermassen drangen in zahlreiche Pensionen und Hotels ein. Aufgrund der schweren Überschwemmungen rief die Regierung im Osten Kretas den Notstand aus. Etliche Bäche und kleinere Flüsse verwandelten sich in reißende Ströme. Viele Nutztiere verendeten in den Fluten.

Die Hafenstadt Sitia im Osten Kretas steht in weiten Teilen unter Wasser. Bild: Giannis Fountoulakis via Facebook

Ursache für die starken Niederschläge war ein kleines Tief zwischen Süditalien und Griechenland, dessen Wetterfronten sich nur langsam über Südosteuropa bewegten. Sie hinterließen nicht nur auf Kreta, sondern in der Ägäis und auf dem Festland viel Regen. So kamen auf der Insel Ikaria nahe der westtürkischen Küste über 200 Liter Regen pro Quadratmeter in nur 24 Stunden zusammen. Auf Rhodos waren es rund 130 Liter. Örtlich lösten die Regenfälle auch dort Felsstürze und Überflutungen aus.

Das WetterRadar-Bild zeigt das Tief westlich von Griechenland mit seinen Wetterfronten.

Inzwischen hat sich auf Kreta wieder die Sonne durchgesetzt. Vereinzelt gibt es in den nächsten Tagen harmlose Schauer. In der Ägäis und auf dem griechischen Festland bleibt es dagegen sehr wechselhaft mit zahlreichen Regengüssen. Punktuell können hohe Niederschlagsmengen zusammenkommen, die zu Überschwemmungen führen. Starke Regenfälle hatten in diesem Winter in ganz Griechenland wiederholt Menschenleben gefordert und Schäden angerichtet. Sie hatten aber auch positive Auswirkungen: Nahezu alle Wasserspeicherseen sind gefüllt.

(WO/dpa)

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