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Mittwoch, 03.10.2018

Neues Gesetz in Kraft

Allmählich Zeit für Winterreifen

Mit dem fortschreitenden Herbst ist auch die Zeit für den Reifenwechsel gekommen. Zwar ist keine markante Abkühlung in Sicht, aber die Wartelisten der Werkstätten können mitunter lang sein. Zudem gibt es eine gesetztliche Neuerung.

Jeder Fahrer ist selbst dafür verantwortlich, dass sein Fahrzeug für den Winter gerüstet ist. Einen Termin zum Reifenwechsel sollte man schon frühzeitig vereinbaren, um nicht beim ersten Kälteeinbruch überrascht zu werden.

Auch wenn uns in den kommenden Tagen noch mal ein Altweibersommer vom Feinsten erwartet, sollte man sich schon allmählich um einen Reifenwechsel kümmern. Nicht nur bei Eis und Schnee, sondern auch schon bei Temperaturen unter 7 Grad bieten Winterreifen mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Denn ihre Gummimischung sorgt dann auch bei Nässe für bessere Haftung auf dem Asphalt als Sommerreifen. Deren Fahreigenschaften sind für höhere Temperaturen besser optimiert.

Winterreifen werden aus einer weicheren Gummimischung mit zusätzlichen Rillen gefertigt, in denen sich Schnee und Matsch gar nicht erst festsetzen. So bleiben sie auch bei widrigen Straßenverhältnissen griffig und rutschen nicht weg. Seit Anfang des Jahres gilt zudem eine neue Regelung: Als Winterreifen gelten nur noch die Reifen, die mit dem sogenannten Alpine-Symbol gekennzeichnet sind. Es zeigt eine Schneeflocke in einem Bergpiktogramm. Wenn Winterreifen 2018 hergestellt wurden, werden sie nur mit diesem Symbol als wintertauglich anerkannt.

Ab 2018 müssen auf der Flanke von Winter- oder Ganzjahresreifen das M+S- und die Schneeflocke (Alpine-Symbol) zu finden sein. Als Faustformel gilt: Winterreifen sollten von "O bis O" gefahren werden. Gemeint ist von Oktober bis Ostern. Bild: @na_presseportal / Twitter

Alte Winterreifen, die nur das Symbol „M+S“ („Matsch und Schnee“) tragen, dürfen noch bis zum September 2024 gefahren werden. Diese Regelungen gelten auch für Ganzjahresreifen. Sie sind übrigens keine gute Alternative bei Schnee und Eis, wie der ADAC und die Stiftung Warentest herausgefunden haben. Auch technische Sicherheitssysteme wie ABS oder ESP ersetzen keine Winterreifen.

Reifen sollten mindestens eine Profiltiefe von 4 Millimetern haben. Ein einfacher Test gelingt mit einer 1-Euro-Münze, da dessen goldener Rand 3 Millimeter breit ist. Verschwindet er vollständig, ist das Profil noch tief genug. Bild: dpa

In der Straßenverkehrsordnung ist kein spezieller Zeitraum für Winterreifen vorgeschrieben. Pflicht sind Winterreifen demnach nur bei schlechten Straßenverhältnissen wie Schnee, Eis und Reifglätte. Erwischt die Polizei einen Autofahrer dann mit Sommerreifen, werden mindestens 60 Euro fällig. Dazu gibt es noch einen Punkt in Flensburg. Behindert man andere Verkehrsteilnehmer aufgrund der ungeeigneten Bereifung, etwa weil man mitten auf der Straße im Schnee stecken bleibt, erhöht sich die Strafe auf 80 Euro und einen Punkt.

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