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Samstag, 04.08.2018

Kälte statt Dauer-Hitze

Island: Rekordnasser Sommer

Es klingt paradox: Während in weiten Teilen Europas Dauer-Hitze herrscht, erleben die Isländer in diesem Jahr einen kalten und klatschnassen Sommer. Zwischen der Island-Kälte und der Euro-Hitze besteht jedoch ein Zusammenhang.

Dauerregen auf Island: Die vielen Wandertouristen auf der beliebten Vulkaninsel haben in diesem Sommer bislang nicht viel zu lachen.

Island erlebt in diesem Jahr einen der kühlsten und den nassesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die mittlere Temperatur im Mai, Juni und Juli lag nur bei 7,7 Grad. Dazu prasselten in diesem Zeitraum mehr als 300 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel. Viele Campingplätze auf Island verwandelten sich in Sumpflandschaften, Bäche und Flüsse traten über die Ufer und blockierten Wanderwege. In den Hochlagen mussten einige Bergwanderwege aufgrund von heftigen Schneestürmen sogar wiederholt geschlossen werden.

Polare Tiefdruckgebiete brachten Island in den vergangenen Monaten unterdurchschnittliche Temperaturen, enorme Regenmengen und in den Hochlagen sogar ab und zu Schnee.

Es überrascht nicht, dass die Großwetterlage über Island in den vergangenen Monaten von mit kalter Polarluft gefüllten Tiefdruckgebieten geprägt war. Diese brachten immer wieder heftige Regenfälle und in den Hochlagen sogar ab und zu Schnee. Die Besonderheit dieser eigentlich gar nicht so seltenen Wetterlage war ihre Persistenz, die wiederum durch den enormen Hitze-Hochdruckgürtel über West- und Nordeuropa verursacht wurde. Die Polartiefs konnten deshalb nicht weiterziehen und regneten sich über Island an Ort und Stelle aus.

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