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Mittwoch, 23.07.2014

Juli stellt Wetter auf den Kopf

Sylt bisher wärmer als Freiburg

Der "kalte Norden" und der "warme Süden" sind beim Wetterbericht schon fast feststehende Begriffe und das eigentlich nicht zu unrecht. Doch in diesem Sommer ist bisher alles anders.

Wer im Juli Nord- oder Ostsee buchte, hat alles richtig gemacht. Norderney meldete sogar einen neuen Wärmerekord. Bildquelle: dpa

Die "kühle Nordsee" und das "verregnete Hamburg" gibt es im Juli bisher noch nicht. Im Norden regiert der Sommer mit viel Sonne und Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad. Norderney meldete am 19. Juli sogar einen neuen Hitzerekord von 34 Grad, während der 9. Juli bei Dauerregen in München sogar kälter als das letzte Weihnachtsfest blieb.

Dennoch reiben sich angesichts der bisherigen Juli-Mitteltemperaturen auch Meteorologen die Augen: Sylt und Emden, eigentlich Inbegriffe für kühle Sommermonate, sind bisher wärmer als München und Freiburg im Breisgau. Auch im Rheinland, eine weitere Wärmehochburg, ist es kaum wärmer als auf der nördlichsten der Nordseeinseln. Die wärmste Stadt Deutschlands ist bisher Berlin. Am kühlsten blieb es dagegen in Oberstdorf, wo es über sechs Grad kälter blieb.

Die bisherigen Juli-Mitteltemperaturen zeigen ein ungewohntes Bild. Im Norden war es wärmer als im Süden, im Osten wärmer als im Westen. Die Abweichungen zum Mittel betragen bis über drei Grad.

Ursache für die ungewohnte Temperaturverteilung waren zwei Tiefs, die um den 10. und in den letzten Tagen kühle Luft vom Atlantik in den Westen wehten, während sich nördlich einer Luftmassengrenze warme Sommerluft halten konnte. Hinzu kamen im Süden und Westen viele Wolken und Regenfälle. Sie drückten die Temperatur ebenfalls, während die Sonne den Norden einheizte.

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