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Mittwoch, 05.02.2020

Jetstream liegt über Deutschland

Schwere Sturmlage droht

Auf dem Atlantik braut sich zum Wochenwechsel ein schwerer Sturm zusammen. Im schlimmsten Fall wäre sogar ein Orkan möglich. Bei uns könnte dies enorme Folgen für die Wälder und den Berufsverkehr haben.

In der kommenden Woche steht wieder höchst turbulentes Wetter an. Was uns zum Wochenwechsel erwartet, erklärt Leonie Imhäuser im Video.

Die Wettermodelle berechnen ab Sonntagabend ein starkes Tiefdruckgebiet über Skandinavien, dessen Sturmfeld das ganze Land treffen könnte. Besonders das Europäische Wettermodell sieht Orkanböen von 120 Kilometer pro Stunde bis ins Flachland. Dann wären die Auswirkungen für die zahlreichen geschwächten Bäume enorm. Auch der Bahnverkehr würde die Auswirkungen zu spüren bekommen.

An der Kaltfront (blau-gezackte Linie) drohen wohl die stärksten Windböen.

Die Windspitzen werden wahrscheinlich, ähnlich wie bei KYRILL, an der Kaltfront des Tiefs auftreten. Dann kann sich der heftige Wind aus der Höhe in leicht abgeschwächter Form bis ins Flachland durchsetzen. Dies ist aber nur ein Szenario von vielen. Wie stark der Sturm am Ende wirklich wird, zeigen die kommenden Tage. Nach derzeitigem Stand wird dieser aber bei weitem nicht so heftig ausfallen, wie der Jahrhundertsturm KYRILL.

Auf einer Höhe von rund 1500 Meter bläst der Wind teilweise mit über 150 Kilometer pro Stunde. An der Kaltfront können diese Winde in abgeschwächter Form bis ins Flachland durchschlagen.

Die Wetterlage sieht wie folgt aus: Am Sonntag herrscht hoher Luftdruck über Südeuropa. Auf dem Nordatlantik braut sich dagegen ein markantes Tief zusammen, das unter Verstärkung weiter Richtung Skandinavien zieht. Die Luftdruckgegensätze zwischen Süd- und Nordeuropa werden in jedem Fall enorm sein.

Der Jetstream, ein Starkwindband in großer Höhe, liegt in der kommenden Woche wohl genau über Deutschland.

Zudem bleibt die Sturmgefahr in der gesamten kommenden Woche auch nach dem Montag erhöht, da der Jetstream auch weiterhin genau über Deutschland verläuft. Dieses Starkwindband in rund zehn Kilometer Höhe nutzen die Tiefs wie eine Rennstrecke und ziehen in der Folge direkt über Mitteleuropa hinweg nach Osten. Daher steht uns eine höchst turbulente Wetterwoche bevor.

(Ein Bericht von Sebastian Keßler aus der WetterOnline Redaktion)

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