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Montag, 01.06.2020

Hitze, Unwetter und Kälte

Das alles ist im Juni möglich

Der Juni ist eigentlich ein Sommermonat. 30 Grad sind keine Seltenheit und gerade der Juni 2019 setzte bei den Temperaturen neue Maßstäbe. Allerdings kann er immer wieder von Kälteeinbrüchen und schweren Unwettern unterbrochen werden.

Die Extremwerte im Juni.

Der Juni-Temperatur-Allzeitrekord stammt erst aus dem vergangenen Jahr. In Bernburg an der Saale zeigte das Thermometer am 30. Juni 2019 schweißtreibende 39,6 Grad an. Auch in Frankfurt am Main und in Bad Kreuznach war es mit 39,3 Grad sehr heiß. Selbst auf der Insel Rügen konnte man bei 33,5 Grad der Hitze Ende Juni vergangenen Jahres kaum entfliehen. An unzähligen Wetterstationen wurden neue Rekordmarken verzeichnet. Nachtfröste sind generell auch noch möglich. So war es in Berlin-Friedrichshagen am 6. Juni 1952 minus 2,4 Grad kalt.

Der kälteste Juni der jüngeren Geschichte stammt aus dem Jahr 1987. In den Alpen türmte sich damals der Schnee aus dem Winter immer noch vier Meter hoch und schmolz kaum. Aus Norden gelangte wiederholt Polarluft bis weit nach Süden, sodass es zeitweise nur knapp zweistellige Höchstwerte erreicht wurden. Außerdem schüttete es an vielen Tagen wie aus Kübeln, sodass Hochwasser und Überschwemmungen die Folge waren. Selbst Schnee ist im Juni noch möglich: Am Morgen des 02.06.1962 lagen in Kempten im Allgäu 4 und in Oberstdorf sogar 6 Zentimeter.

In Berlin wird Ende Juni 2017 der Ausnahmezustand verhängt. In Berlin-Tegel kommt innerhalb eines Tages zwei- bis dreimal so viel Regen wie in einem mittleren Monat zusammen. Bild: Bernd März

Durch die zahllosen Gewitter und Schauer fiel 2016 so viel Regen wie seit 1990 nicht mehr im Juni. In Rheinland-Pfalz war der Monat mit rund 145 Liter pro Quadratmeter sogar der nasseste seit Messbeginn vor 138 Jahren. Die Unwetter gingen aber auch mit großem Hagel und Tornados einher, wie am 7. Juni in Hamburg. Ende Juni 2017 brachte ein Tief verbreitet heftige Regenfälle mit Überflutungen. Die höchste Tagessumme wurde mit 197 Liter am 28. in Berlin-Tegel gemessen, eine private Wetterstation in Oranienburg meldete sogar 225 Liter!

Lange in Erinnerung werden auch die Pfingstunwetter 2014 bleiben. Am 9. Juni überquerte ein Tief mit einer Gewitterfront und Orkanböen bis Tempo 150 den Westen Deutschlands. Tief ELA hinterließ dabei verheerende Schäden. Auf Straße und Schiene ging im Ruhrgebiet tagelang kaum etwas, ganze Wälder wurden niedergewalzt. Die versicherten Schäden beliefen sich auf 650 Millionen Euro. Björn Goldhausen fasst im Video das wohl schwerste Unwetter der vergangenen Jahrzehnte noch einmal mit spektakulärem Bildmaterial zusammen:

Quelle: Stormchaser Ruhrgebiet und Stormchaser Düsseldorf und Rheinland

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