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Montag, 15.10.2018

Herbst ist Nebelzeit

Nebel - schön und gefährlich

Der Sommer nimmt sich Zeit mit seinem Abschied. Aber irgendwann kommt er dann doch, der Herbst. Mit ihm beginnt auch die Zeit des Nebels. Dieser hat seine schönen Seiten, kann aber auch durchaus gefährlich sein.

Dichte Nebelschaden wabern durch die Täler im Rothaargebirge. Bild: Carsten Beyer

Nebel ist kondensierter Wasserdampf. Die in der Luft schwebenden winzigen Wassertröpfchen behindern dabei die Sicht. Wenn man in Bodennähe weniger als einen Kilometer weit sehen kann, spricht man von Nebel. Dieser bildet sich bevorzugt in klaren Nächten, wenn sich die Luft am Boden stark abkühlt. Dadurch kann sie weniger Wasserdampf aufnehmen. Irgendwann ist die Luft dann gesättigt, sprich es geht kein gasförmiges Wasser mehr rein. Die Folge: Der Wasserdampf kondensiert und es bilden sich winzig kleine Nebeltröpfchen.

Besonders auf den Straßen wird Nebel schnell zur Gefahr für Autofahrer und Fußgänger.

Rekorde: In Neuhaus am Rennweg in Thüringen war es im Mai 1996 insgesamt 242 Stunden am Stück neblig. Auf dem Brocken im Harz sank die Sichtweite im Jahr 1958 an 330 Tagen unter einen Kilometer. Fakten: Dichter Nebel kann auf den Straßen gefährlich werden. 2017 ereigneten sich rund 250 Unfälle im Nebel, bei denen über 350 Menschen verletzt wurden, 23 von ihnen starben. Zum Vergleich: Insgesamt gab es 2017 knapp 3200 tödliche Verkehrsunfälle.

Phänomene: Das sogenannte Brockengespenst ist ein optischer Effekt, der nicht nur im Harz, sondern auch in allen Mittelgebirgen und in den Alpen auftreten kann. Dabei erscheint der menschliche Schatten auf der Nebelwand als riesige Gestalt, die sich sogar bewegt - obwohl man selbst stillsteht. Häufig ist der "Kopf" der Erscheinung von einer farbigen Gloriole umrahmt. Sie entsteht dadurch, dass an den Nebeltröpfchen die Sonnenstrahlen gestreut und in die Spektralfarben aufgespalten werden.

Übrigens: Der Name des Friesendorfs Nebel auf der Nordseeinsel Amrum ist kein Hinweis auf mangelnde Sonnentage. Er leitet sich vermutlich ab von den altdänischen Wörtern "nia" (neu) und "boli" (Siedlung).

(WO/dpa)

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