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Freitag, 09.04.2021

Große Wetterunterschiede

Frühsommer oder Spätwinter?

Am Wochenende gibt es viel Bewegung beim Wetter. Frühlingsluft trifft auf Polarluft, dadurch gibt es neben viel Regen und großen Temperaturgegensätzen auch Schnee bis ganz herunter.

Polarluft im Norden gegen Frühlingsluft im Süden: Am Wochenende prallen die Luftmassen zusammen.

Die Gegensätze beim Wetter sind am Wochenende groß. Im Süden ist es frühsommerlich warm und sonnig, denn zunächst fließt noch milde Mittelmeerluft in die Südhälfte des Landes. Aus Nordwesten rückt die Polarluft jedoch immer näher, wodurch schon die ersten Flocken in der Nordhälfte rieseln. Die scharfe Grenze der beiden unterschiedlichen Luftmassen nennen wir Wetterfrösche auch Luftmassengrenze. Diese bringt dann mächtig Bewegung ins Wetter.

Die WetterRadar-Animation zeigt den Regen am Samstag.

Am Samstag trennt die Luftmassengrenze die kalte Luft im Norden von der warmen im Süden. Auf der kalten Seite gibt es in einem Streifen von Köln bis nach Berlin Dauerregen. Er breitet sich im Laufe des Tages weiter Richtung Norden und Südwesten aus, wie in der WetterRadar-Animation zu sehen ist. Innerhalb von 24 Stunden können zwischen 10 und 30 Liter Regen pro Quadratmeter zusammenkommen.

Von Frühsommer bis Spätwinter ist am Wochenende alles dabei. Die Details erklärt Annika Jacob im Video.

Im Südosten bleibt es dagegen ganztägig trocken. Unter lockeren Wolken werden frühlingshafte 15 Grad erreicht. Im Norden zeigt das Thermometer dagegen nur 6 bis 9 Grad an.

Die Temperaturgegensätze sind am Sonntag besonders groß.

Am Sonntag liegen die Temperaturunterschiede zwischen dem Norden und dem Süden Deutschlands bei mehr als fünfzehn Grad. Während in Kiel gerade mal 3 Grad erreicht werden, steigen die Temperaturen in München auf rund 20 Grad an.

Im Süden und Osten wird es mit viel Sonne ein frühsommerlicher Tag. Ganz im Gegensatz dazu kommt es entlang der Luftmassengrenze zu Dauerregen und einzelnen Gewittern. Im Laufe des Tages sind dabei vom Schwarzwald bis zum Harz Schneeflocken bis in die Niederungen möglich.

Die Luftmassengrenze ist auch in der WetterRadar-Animation gut zu sehen. Die Regen- und Schneefront verlagert sich von Sonntag auf Montag langsam Richtung Südosten.

Zum Start in die neue Woche erreichen Polarluft und Niederschläge dann auch den Südosten. Dort schneit es länger anhaltend und die Höchstwerte bleiben im ganzen Land einstellig. Hinter der Front lockern die Wolken an den Küsten mehr und mehr auf. Das Wetter bleibt jedoch vorerst unbeständig.

(Ein Bericht von Annika Jacob aus der WetterOnline-Redaktion)

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