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Freitag, 11.10.2019

Formel-1-Qualifying verschoben

Japan fürchtet Taifun HAGIBIS

Am Samstag erreicht der Super-Taifun HAGIBIS die japanische Hauptinsel Honshu. Trotz leichter Abschwächung dürfte er die japanische Hauptstadt Tokio noch mit großer Wucht treffen. Es wird mit einem Verkehrschaos und großen Schäden gerechnet.

So zieht Taifun HAGIBIS auf Japans Hauptinsel Honshu zu, wo er auch die Hauptstadt Tokio voll treffen wird.

Nahe dem Zentrum des Taifuns toben aktuell noch Spitzenböen bis 250 Kilometer pro Stunde. Beim Landgang am Samstag werden immer noch Böen um 170 Stundenkilometer erwartet. Hinzu kommen eine gewaltige Sturmflut an den Küsten sowie sintflutartige Regenfälle. Die Behörden befürchten Erdrutsche und Überschwemmungen. Zahlreiche Flüge an den Tokioter Flughäfen wurden bereits gestrichen, aber auch der Eisenbahnverkehr dürfte mit Ankunft des Sturmes weitgehend eingestellt werden. Die Behörden rechnen mit einem Verkehrschaos.

Das Qualifying der Formel-1 in Suzuka am Samstag muss wegen des Wirbelsturmes verschoben werden. Die Risiken für die Teilnehmer durch Sturm und heftige Regenfälle sind zu groß. Bild: dpa

Wegen des Taifuns musste das ursprünglich für Samstag vorgesehene Qualifying zum Formel-1-Rennen in Suzuka verschoben werden. Für den Sonntag zeichnen sich dagegen keine wetterbedingten Beeinträchtigungen des Rennens mehr ab. Auch zwei Spiele bei der laufenden Rugby-Weltmeisterschaft in Japan wurden abgesagt. Die Partien Neuseeland gegen Italien in Toyota und England gegen Frankreich in Yokohama fallen am Samstag aus. Alle Teams erhalten nach Angaben des Veranstalters zwei Punkte. Italien ist dadurch ausgeschieden.

Blick aus der Satellitenperspektive: Die Aufnahme vom Donnerstag zeigt das zu diesem Zeitpunkt nahezu wolkenfreie Auge des Super-Taifuns. Bild: Antonio Vecoli, Copernicus EU

HAGIBIS hatte sich am 6. Oktober über dem Nordwestpazifik innerhalb von nur 20 Stunden rasant von einem Tropensturm zum Super-Taifun, einem Wirbelsturm der höchsten Stufe, Kategorie 5, entwickelt und zieht seither auf Japan zu. Obwohl er die japanische Hauptstadt Tokio wahrscheinlich nur noch als Kategorie-2-Sturm treffen wird, dürfte es sich im Falle eines Volltreffers um den stärksten Taifun handeln, der die Stadt jemals getroffen hat.

(WO/dpa)

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