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Donnerstag, 03.09.2020

Fatale Waldbrände in der Arktis

Sommer brachte neuen CO2-Rekord

Bei Wald- und Buschbränden in den nördlichen Regionen der Erde ist bis Ende August bereits mehr Kohlendioxid freigesetzt worden als im gesamten Vorjahr. Allein bei den Feuern am Polarkreis sind 244 Megatonnen CO2 in die Atmosphäre gelangt.

Die Wald- und Buschfeuer in Sibirien nahmen in diesem Sommer besonders verheerende Ausmaße an.

Forscher des europäischen Erdbeobachtungsprogramms "Copernicus" führten den Anstieg unter anderem auf die Waldbrände in Sibirien zurück. Die Experten verwiesen auf die Brände in Jakutien im Nordosten Russlands. Dort seien in den ersten acht Monaten dieses Jahres bereits 395 Megatonnen CO2 freigesetzt worden. Im vorigen Jahr waren es insgesamt 208 Megatonnen. In den dünn besiedelten Regionen seien bereits Millionen Hektar Fläche abgebrannt.

Jeder Punkt steht für ein Feuer im Jahre 2020. Je ausgedehnter die Brände waren, desto roter werden sie dargestellt. Die extreme Häufung der Brände in der nordsibirischen Polarkreisregion springt ins Auge. Bild: Copernicus ECMWF

Dort hatten die Feuer auch in den Wintermonaten unter dem Boden weiter geschwelt. Viele Brände gab es auch auf der Tschuktschen-Halbinsel im äußersten Nordosten von Russland. Allein zwischen Juni und August setzten die Feuer im sogenannten russischen Föderationskreis Ferner Osten etwa 540 Megatonnen Kohlendioxid frei. Damit sei der bisherige Rekord von 2003 nach Angaben der Experten des Copernicus-Atmosphärenüberwachungsdienstes (CAMS) gebrochen worden.

Die CO2-Emissionen allein am Polarkreis seit dem Jahr 2003 in Megatonnen. Bild: Copernicus ECMWF

In Sibirien hatten ein milder Winter und ungewöhnliche Trockenheit im Frühjahr die Ausbreitung der Feuer begünstigt. Deshalb brennt es dort schon seit Monaten. Im Frühsommer kam dann erschwerend auch noch Rekordhitze hinzu. Bis Ende Juni wurden bereits mehr als 6000 Feuer gezählt. Die Feuerwehren sind im Dauereinsatz. In abgelegenen Regionen wird allerdings nicht gelöscht.

(Ein Bericht von Jürgen Vollmer aus der WetterOnline Redaktion mit Material von dpa)

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