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Mittwoch, 27.06.2018

Extrem-Expedition im Eismeer

Eingefroren durch die Arktis

Im Herbst 2019 soll sich das deutsche Forschungsschiff "Polarstern" für ein Jahr im Nordpolarmeer einfrieren lassen. Ziel der Extrem-Expedition ist es mit der Eisdrift die zentrale Arktis zu durchqueren und dabei umfangreiche Messungen vorzunehmen.

Im August 2011 untersuchten Mitarbeiter des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung (AWI) im Polarmeer der Arktis die Eisdicke. Rund um den Nordpol gab es fast kein mehrere Jahre altes Eis mehr. Bild: dpa

Vorbild ist eine entbehrungsreiche Expedition vor 125 Jahren. Damals hatte sich der norwegische Polarforscher Fridtjof Nansen von 1893 bis 1896 mit seinem Schiff "Fram" im arktischen Eis einfrieren lassen. Seither hatten sich keine Wissenschaftler mehr an ein solches Abenteuer gewagt. Wegen des weltweiten Klimawandels haben Messdaten aus dem arktischen Winter jedoch an Bedeutung gewonnen: Die Erwärmung in der Arktis liegt weit über dem globalen Mittel. Den Ursachen hierfür wollen die Forscher auf den Grund gehen.

AWI-Meereisphysiker bei der Probennahme auf dem Meereis des zentralen Arktischen Ozeans. Dieses Foto entstand im Zuge der Polarstern-Expedition PS94 in den zentralen Arktischen Ozean im Sommer 2015. Bild: dpa.

"Die Klimaentwicklung in unseren Breiten hängt entscheidend vom Geschehen in der Wetterküche der Arktis ab", erläuterte Expeditionsleiter Markus Rex vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Potsdam. "Wir müssen jetzt hinsehen und die Wechselwirkung zwischen Atmosphäre, Eis und Ozean dort erforschen." Start der über 120 Millionen Euro teuren Mission "Mosaic" unter Leitung des AWI ist im Herbst 2019.

(WO/dpa)

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