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Freitag, 24.08.2018

Drei Dörfer evakuiert

Riesiger Waldbrand bei Berlin

Ein riesiger Waldbrand wütet südwestlich von Berlin. Mehr als 500 Menschen mussten deswegen ihre Häuser verlassen. Der Südwestwind trug die Rauchschwaden sogar bis nach Berlin hinein.

Hell erleuchtet ist ein brennender Wald nahe Klausdorf. Das Feuer ist nach ersten Erkenntnissen an mehreren Stellen ausgebrochen. Das größte Feuer ist einen Kilometer breit und drei Kilometer lang. Bild: dpa

Eine Waldfläche so groß wie 400 Fußballfelder steht südwestlich von Berlin in Flammen. Am frühen Freitagmorgen versuchte die Feuerwehr mit schwerem Gerät, ein Übergreifen der Flammen auf Dörfer in der Nähe zu verhindern. Hierfür zogen die Einsatzkräfte mit einem Radlader und einer großen Planierraupe mehrere Schneisen in den Wald. Wegen des Feuers waren die Dörfer Frohnsdorf, Klausdorf und Tiefenbrunnen südlich von Potsdam am Donnerstagabend evakuiert worden.

Riesige Rauchwolken steigen zwischen Frohnsdorf und Klausdorf auf. Die Behörden lassen drei Dörfer räumen. Bild: dpa

Das Feuer war teilweise nur 100 Meter von Orten entfernt. Insgesamt 540 Menschen waren den Angaben zufolge betroffen. Ein Großteil kam bei Bekannten unter, außerdem stand die Stadthalle der nahe gelegenen Kleinstadt Treuenbrietzen zur Verfügung. Das Feuer breitete sich am Donnerstagnachmittag rasend schnell auf etwa 300 Hektar aus. Weil der Boden mit Munition belastet ist, sind die Löscharbeiten besonders schwierig.

Auch in Berlin waren die Auswirkungen des Feuers zu spüren. Am Freitagmorgen zogen Rauchschwaden über die Hauptstadt. Betroffen waren alle südlichen Stadtteile bis nach Mitte. Die Bewohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten. In Potsdam gab die Feuerwehr via Twitter ebenfalls eine Warnung vor den Auswirkungen des Feuers heraus. In den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming sowie in der Stadt Potsdam komme es "zu Trübungen der Luft durch Rauch und Geruchsbelästigungen".

Die berechneten Regenmengen bis Samstag früh sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Kräftige Schauer und Gewitter, die die Brände löschen könnten, sind nicht zu erwarten.

Da der Wind im Laufe des Tages immer mehr auf West dreht, wird der Rauch voraussichtlich wieder aus der Stadt abziehen. In der Region fällt von Freitag bis Sonntag nur wenig Regen. Daher wird es wohl länger dauern, bis die Feuer gelöscht werden.

(WO/dpa)

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