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Montag, 31.07.2017

Die Katla rumort

Islands größter Vulkan erwacht

Erdbeben, Schwefelgase und ein Gletscherlauf: Auf Island rumort der riesige Vulkan Katla. Die Behörden erhöhten die Warnstufe, ein Ausbruch ist nicht auszuschließen.

Der Island-Vulkan Katla mit seiner riesigen Eiskappe und dem Fluss Múlakvísl im Vordergrund. Der Feuerberg rührt sich. Erdbeben, Schwefelgase und ein sogenannter Gletscherlauf deuten auf einen baldigen Ausbruch hin.

Der Riese rührt sich: Nach mehreren Erdbeben in den vergangenen Wochen mehren sich die Anzeichen, dass die Katla, Islands größter aktiver Vulkan, auf einen Ausbruch zusteuert. Deutlichstes Anzeichen für aufsteigendes heißes Magma ist eine gewaltige Flutwelle, die sich aktuell aus dem Gletscher des Vulkans in den Fluss Múlakvísl ergießt. Da der reißende Strom stark nach Schwefel riecht, könnte glühend heiße Lava auch schon die Oberfläche erreicht haben.

Rückblende: 2010 brach der Island-Vulkan Eyjafjallajökull aus und führte in ganz Europa zu Flugverboten. Links im Bild ist am Horizont die Eiskappe des deutlich größeren Vulkans Katla zu erkennen.

Die Behörden mahnten Touristen und Einheimische, den Fluss und die direkte Umgebung des Vulkanmassivs zu meiden. Mehrere Straßen und Brücken in der bei Touristen beliebten Region wurden gesperrt. Die Warnstufe für die Katla wurde von "Grün" (kein Ausbruch in Sicht) auf "Gelb" (baldiger Ausbruch möglich) erhöht, der gewaltige Feuerberg wird genau überwacht.

Das Rumoren der Katla weckt böse Erinnerungen an den Eyjafjallajökull. Dieser Island-Vulkan ganz in der Nähe der Katla war vor sieben Jahren ausgebrochen. Die Aschewolke erreichte auch Europa, was wochenlange Flugverbote zur Folge hatte. Die Katla ist jedoch deutlich größer und gefährlicher als der Eyjafjallajökull. Sollte er ausbrechen hätte das möglicherweise nicht nur für Island, sondern für ganz Europa Folgen.

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