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Sonntag, 25.10.2020

Das ist dran an Wetterregeln

Wettermythen auf dem Prüfstand

Das Wetter bietet doch eigentlich fast immer Gesprächsstoff. Früher war es im Winter kälter und an Weihnachten lag immer Schnee! Wer kennt diese Aussagen nicht? Wir sind drei häufig diskutierten Wettermythen einmal auf den Grund gegangen.

Schnee an den Weihnachtstagen war im deutschen Flachland schon immer die Ausnahme. In Zukunft wird die Wahrscheinlichkeit auf ein weißes Fest wegen des Klimawandels aber weiter abnehmen.

Weiße Weihnachten gab es früher viel häufiger! Falsch. Ein weißes Fest war in Deutschland schon immer die Ausnahme. In der Regel war und ist es bei uns eher grün. Verantwortlich hierfür ist das regelmäßig eintretende "Weihnachtstauwetter". Mit einer Wahrscheinlichkeit von über 60 Prozent setzt sich nach dem 20. Dezember bei uns milde Luft und Tauwetter durch. In den meisten Regionen liegen die Chancen auf ein weißes Fest rein statistisch betrachtet lediglich zwischen 10 und 30 Prozent. In Zukunft wird Schnee zum Fest aber wohl noch seltener.

Was es mit dem Weihnachtstauwetter auf sich hat, erklären wir im Video.

Früher waren die Winter viel kälter als heute! Falsch und Richtig. Auch zu Omas Zeiten gab es milde und fast schneelose Winter. Die meisten von uns bringen mit einem richtigen Winter lange Phasen von Eis, Schnee und Frost in Verbindung. Jahre, in denen solche Wetterlagen vorherrschend waren, bleiben uns viel eindrücklicher in Erinnerung als milde Winter. Aber es ist richtig, dass es seit den 1990er Jahren weniger Schnee und Eis gab als zuvor. Dieser Trend wird sich aufgrund des Klimawandels wohl auch in den nächsten Jahrzehnten fortsetzen.

Ein roter Morgenhimmel deutet nicht selten auf eine Wetterverschlechterung hin.

Abendrot - Gutwetterbot, Morgenrot mit Regen droht! Richtig. Zumindest in vielen Fällen! Färbt sich der Himmel abends rot, so ist häufig eine Wetterfront gerade nach Osten abgezogen. Nicht selten stellt sich anschließend zumindest vorübergehend Hochdruckwetter ein. Genau andersherum verhält es sich am Morgen. Ein roter Himmel in den Frühstunden kündigt meist aufziehende Regenwolken an. Diese Wetterregeln stimmen aber längst nicht immer.

(Ein Bericht von Björn Goldhausen aus der WetterOnline Redaktion)

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