WetterOnline ( http://www.wetteronline.de )

Wetternews

Freitag, 02.03.2018

Chaos auf den Britischen Inseln

Schneemassen und Kälterekorde

Sibirische Kälte hat in weiten Teilen Europas für chaotische Zustände gesorgt. Besonders hart traf es die Britischen Inseln mit Schneestürmen und Kälterekorden.

Massive Schneeverwehungen behindern den Verkehr bei Cannock in Staffordshire in den West Midlands. Bild: Neil Hendy via twitter

Extremes Winterwetter hat am 1. März Großbritannien und Irland praktisch lahmgelegt. Heftige Schneefälle und ein Oststurm mit Orkanböen sorgten nicht nur auf dem Land, sondern auch in den großen Städten für massive Schneeverwehungen und ein Verkehrschaos. Die Behörden gaben landesweit Unwetterwarnungen heraus und riefen die Menschen dringend auf, möglichst im Haus zu bleiben. Dennoch schneiten unter anderem in Wales und Cornwall hunderte Autofahrer auf Schnellstraßen und Autobahnen ein. Zu deren Rettung wurde sogar die Armee eingesetzt.

Dutzende Autos sind in Mittelengland auf der A 515 bei Buxton in Derbyshire eingeschneit. Helfer versuchen, die eingeschlossenen Fahrer zu befreien. Bild: Petrich Greblo via twitter

Hunderte Flüge und Zugverbindungen fielen dem schlimmsten Schneesturm seit 1991 zum Opfer. Unzählige Straßen und sogar Autobahnen waren durch meterhohe Schneewehen blockiert, viele Dörfer zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. In den Geschäften wurden sogar Hamsterkäufe beobachtet. Auch in Irland wurden landesweit Unwetterwarnungen vor Schnee und massiven Verwehungen herausgegeben. Im Großraum Dublin brach der Verkehr zusammen, der Flughafen wurde angesichts heftigen Schneefalls und orkanartigen Böen komplett geschlossen.

Das WetterRadar vom 1. März zeigt massive Schneeschauer, die ganz Großbritannien und Irland erfassen. Dazu kommt ein stürmischer Ostwind.

Ursache der extremen Wetterlage war die Kombination von sibirischer Kaltluft und einem Sturmtief, das sich von Süden her näherte. Dadurch verschärften sich die Luftdruckgegensätze über den Britischen Inseln massiv, ein stürmischer Ostwind war die Folge. Dieser wirbelte wiederum die in den vergangenen Tagen gefallen Schneemassen auf und trug sie in riesigen Wolken mit sich fort. In den kommenden Tagen dürfte es in England und Irland aber deutlich milder werden, nur in Schottland könnte sich die sibirische Kälte noch etwas halten.

Link zu dieser Seite / Seite empfehlen

Das Wetter in ...