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Dienstag, 08.10.2019

Bereits 19. Sturm im Pazifik

Super-Taifun bedroht Japan

Über dem Westpazifik hat sich ein Super-Taifun entwickelt. HAGIBIS, so der Name des Sturms, ist bisher der stärkste in diesem Jahr. Jetzt nimmt er Kurs auf den Süden Japans.

Auf dem Westpazifik dreht HAGIBIS seine Kreise. Gut zu erkennen ist die riesige Wolkenspirale. Der Super-Taifun bewegt sich mit rund 25 Kilometer pro Stunde auf Japan zu. Bild: Digital Typhoon

HAGIBIS hat sich in etwa 20 Stunden von einem tropischen Zyklon in einen Super-Taifun umgewandelt. Aktuell fegt der Wind im Mittel mit rund 250 Kilometer pro Stunde um das Zentrum des Sturms, in Böen sogar bis Tempo 300. Das entspricht einem Hurrikan der Kategorie 5 nach der Saffir-Simpson-Skala. Noch dreht der Sturm über dem westlichen Pazifik seine Kreise, er tankt jedoch über dem warmen Wasser weiter Energie auf. Bis Donnerstag sind dann Mittelwinde bis 270 Kilometer pro Stunde möglich.

Taifun HAGIBIS wirbelt noch über dem Westpazifik, wie das WetterRadar zeigt. Derzeit befindet er sich etwa 260 Kilometer nordöstlich von Guam entfernt.

Die Behörden gaben für eine Reihe von Inseln im Nordpazifik eine Unwetterwarnung heraus. Dazu gehören Guam, ein Außengebiet der Vereinigten Staaten, sowie Tinian und Saipan. Die beiden nördlichen Marianeninseln wurden vom Super-Taifun YUTU im Jahr 2018 stark gebeutelt. Am Samstag wird der Wirbelsturm unter leichter Abschwächung auf den Süden Japans treffen.

Nach jetzigem Stand sind insbesondere die Regionen von Suzuka bis Tokio bedroht. Dabei können der Grand Prix von Japan und die dort stattfindende Rugby-WM buchstäblich ins Wasser fallen. Besonders am Samstag ist das Qualifying des Formel-1-Rennens gefährdet, da der Taifun viel Regen und Orkanböen im Gepäck hat. HAGIBIS ist bereits der 19. Tropensturm und der stärkste Taifun im westlichen Pazifik der diesjährigen Saison.

Erst Ende September und Anfang Oktober überquerte Taifun MITAG Taiwan, den äußersten Osten Chinas und stark abgeschwächt dann Südkorea. Mindestens zehn Menschen riss der Wirbelsturm in den Tod. Dabei wurden ganze Landstriche unter Wasser gesetzt. Taifune treten immer wieder in den Sommer- und Herbstmonaten auf und beeinträchtigen zahlreiche Staaten in Südostasien.

Auf dem Atlantik verläuft die Hurrikan-Saison derzeit verhältnismäßig ruhig. Dies kann sich aber in den nächsten Tagen ändern. Zwischen den Bermudas-Inseln und den Azoren bildet sich bis zum Wochenende wahrscheinlich ein Tropensturm. Er bedroht jedoch kein Land.

Je nach Region wird ein Tropensturm als Hurrikan, Taifun oder Zyklon bezeichnet. Wie diese entstehen, zeigen wir im Video.

(WO/dpa)

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