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Dienstag, 01.05.2012

Auf Dürre folgt Hochwasser

Rekordnasser April in England

Auf die Dürre folgt die Flut: England hat nach monatelanger Trockenheit einen extrem niederschlagsreichen Monat erlebt. In Liscombe in Südengland fiel mit 273 Litern Regen soviel wie noch nie in einem April, allein in den letzten 72 Stunden kamen dort 93 Liter Regen zusammen. Die Folge sind Überschwemmungen im Westen und Süden der Insel, dabei kam in Hampshire bislang ein Mann ums Leben. Die Behörden warnen vor weiteren Regenfällen und ansteigenden Flusspegeln, mehr als 20.000 Häuser sind aktuell von den Fluten bedroht.

Ergiebiger Regen in England

Starke Niederschläge haben im Süden Englands zu Überschwemmungen geführt. Dieselben Gebiete sind gleichzeitig noch von einer dürrebedingten Trinkwasserknappheit betroffen.

Trotz der Starkregenfälle hat Großbritanniens weiterhin ein akutes Trockenheitsproblem. Das führt zu skurrilen Situationen: In einigen Teilen Englands ist weiterhin der "hosepipe-ban", ein Bewässerungsverbot in Kraft, obwohl die Menschen dort mit Hochwasser zu kämpfen haben. Denn der regenreiche April konnte die Wasserknappheit noch nicht entschärfen, dafür ist noch deutlich mehr Niederschlag nötig. Kritiker bemängeln, dass nicht die Trockenheit, sondern das marode und lecke Leitungsnetz für die Wasserknappheit verantwortlich ist.

Grund für den regenreichen April war eine wochenlang stationäre Tiefdruckrinne über Großbritannien, die immer wieder ergiebige Regenfälle auslöste. In den Monaten davor gab es dagegen überwiegend Hochdruckeinfluss, der keinen oder kaum nennenswerte Niederschläge brachte und so die Dürre auslöste.

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