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Wetternews

Dienstag, 08.09.2015

Anlage stört Wetterradar

Gericht stoppt Windrad-Bau

Ein Gericht hat den Bau einer Windkraftanlage gestoppt und hat damit einer Klage des Deutschen Wetterdienstes entsprochen. Die Anlage sei zu hoch und könne Radarmessungen des DWD beeinträchtigen.

Besonders leistungsstarke und damit hohe Windkraftanlagen können für Fehlechos auf dem Wetterradar sorgen.

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat den Bau eines knapp 100 Meter hohen Windrades bei Wuppertal gestoppt. Der Grund hierfür liegt in einer möglichen Störung der Wettervorhersage, genauer gesagt der Radardaten. Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass die Anlage das etwa elf Kilometer entfernte Wetterradar des Deutschen Wetterdienstes in Essen stören könne. Rotoren von Windenergieanlagen verursachen sogenannte Störechos, die in der unmittelbaren Umgebung der Anlage die Radarmessungen beeinträchtigen.

Erst im Mai entschied das Trierer Verwaltungsgericht gegen den Betreiber des Regenradars in Neuheilenbach in der Eifel. Der Deutsche Wetterdienst hatte gegen den Bau von drei Windrädern in nur zehn Kilometer Entfernung geklagt und verloren. Das Gericht stellte die Beeinträchtigung des Regenradars durch Windräder gar nicht in Abrede, hielt aber eine Lösung des Problems durch Softwareanpassungen für möglich.

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