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Donnerstag, 20.12.2018

Am Freitag ist Winteranfang

Die Tage werden wieder länger

Mit der längsten Nacht des Jahres fängt am Freitag nach dem Kalender der Winter an. Damit ist die dunkelste Zeit des Jahres aber auch schon überstanden und die Tage werden langsam wieder länger.

Während die Sonne derzeit abends schon wieder minimal später untergeht, erreicht sie den Termin ihres spätesten Aufgangs erst am Silvestertag. Dennoch werden die Tage - zunächst noch kaum merklich - schon wieder länger.

Am Freitagabend genau um 23:22 Uhr fängt nach dem Kalender der Winter an. Dann erreicht die Sonne den südlichsten Punkt auf ihrer scheinbaren Himmelsbahn, den südlichen Wendekreis. Deshalb spricht man auch von der Wintersonnenwende. Die Sonne steht dann genau 23,4 Grad südlich des Äquators senkrecht am Himmel. Dagegen erhebt sie sich in Freiburg mittags nur knapp 19, in Kiel sogar nur 12 Grad über den Horizont. Nördlich des Polarkreises bleibt sie dann in Lappland, im Norden Kanadas, Alaskas und Sibiriens sogar mittags unter dem Horizont.

In Schleswig-Holstein sind jetzt kaum mehr als sieben Sonnenstunden am Tag möglich. In der Landesmitte sind es etwas mehr als siebeneinhalb und in München knapp über acht Stunden. Damit ist der Tiefpunkt der dunklen Jahreszeit allerdings erreicht. Die Tage werden von nun an wieder länger und heller. Zwar ist von dieser Rückkehr des Sonnenlichts bis zum Jahreswechsel noch sehr wenig zu spüren, aber schon im Laufe des Januars nimmt die Tageslänge wieder um rund 90 Minuten zu - und das gleichermaßen im ganzen Land.

Die Grafik zeigt schematisch die jeweilige Stellung der zur Sonne geneigten Erdachse, der Grund für die Entstehung der Jahreszeiten: Neigt die Erde der Sonne - wie am 21. Dezember - ihre Südhalbkugel zu, erreicht diese in den Gebieten nördlich des Äquators ihre geringste Mittagshöhe über dem Horizont. Am 21. Juni, dem Tag des kalendarischen Sommeranfangs, ist es dagegen genau umgekehrt: Dann wendet die Erde der Sonne ihre Nordhalbkugel zu, sodass sie dort am höchsten am Himmel steht.

Meteorologisch hat der Winter aber bereits vor gut drei Wochen begonnen. Für die Meteorologen war es vor allem zum Beginn ihrer Wissenschaft aus statistischen Gründen einfacher, immer drei ganze Monate einer Jahreszeit zuzuordnen. So beginnt der Winter immer am 1. Dezember, der Frühling am 1. März, der Sommer am 1. Juni und der Herbst am 1. September. Das Wetter hält sich allerdings nicht an den Kalender. So ist nach einem ausgeprägten Weihnachtstauwetter auch in den letzten Tagen des Jahres im Flachland kein Schnee in Sicht.

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